Hauptgrund für die Kostensteigerung sind die Ergebnisse der öffentlichen Ausschreibungen. Nach Angaben der Deutschen Bahn liegen die vergebenen Bauleistungen deutlich über den ursprünglichen Berechnungen. Rund drei Millionen Euro der zusätzlichen Ausgaben entfallen auf höhere Baukosten. Weitere 600.000 Euro entstehen durch höhere Aufwendungen für Bauüberwachung und Projektmanagement.
Hoffnung auf zusätzliche Fördergelder
Die Finanzierung soll weiterhin überwiegend über Fördermittel erfolgen. Geplant sind 4,2 Millionen Euro aus der ÖPNV-Förderung und 3,5 Millionen Euro aus der Städtebauförderung. Stadt und Deutsche Bahn haben Anträge auf zusätzliche Zuschüsse vorbereitet. Werden die Mehrkosten mitgefördert, könnte der städtische Eigenanteil unverändert bleiben.
Diese Projekte müssten zurückstehen
Sollten aber keine weiteren Fördermittel fließen, müsste die Stadt Mehrkosten von bis zu 2,36 Millionen Euro selbst tragen. Dafür will sie Mittel aus der Sanierung der Mauer am Hardtufer und der Neugestaltung der Straße Rauental verwenden. Diese Projekte könnten dann nicht wie geplant umgesetzt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt neu angemeldet werden.
Baustelle läuft weiter
An der eigentlichen Maßnahme wird nicht gerüttelt. Der alte Südsteg wird abgerissen und durch einen neuen Aufzugs- und Treppenturm ersetzt. Die Stadt sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Barrierefreiheit und zur Förderung des Fußverkehrs. Der Treppenturm soll Ende 2027 fertig sein, der Aufzug Anfang 2028. Über die Neufestsetzung der Kosten will der Rat der Stadt Wuppertal kommende Woche (13.07.26) entscheiden.
Unsere Quellen:
- Stadt Wuppertal
Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 06.07.2026, 13.31 Uhr
Sendung: WDR.de, Höhere Bahnhofskosten gefährden andere Investitionen in Wuppertal, 06.07.26