Von der Heydt-Museum darf wichtiges Werk behalten - Erbin ausbezahlt

01:47 Min. Verfügbar bis 01.12.2027

Von der Heydt-Museum darf wichtiges Werk behalten - Erbin ausbezahlt

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Das Wuppertaler Museum hat die Erbin einer von den Nazis verfolgten Familie ausgemacht und ein Kunstwerk erneut angekauft.

Von Helge Rosenkranz

Das Gemälde "Zwei Frauen" von Carl Schmidt-Rotluff aus dem Jahr 1914 gilt als eines der Hauptwerke in dem Wuppertaler Museum. Rechtmäßige Besitzer sind nach Recherchen des Museums die Nachkommen des jüdischen Schuhfabrikanten Alfred Hess aus Erfurt. Die Familie hatte vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine große Sammlung expressionistischer Kunst zusammengetragen.

Nach Angaben des Von der Heydt-Museums musste die Familie Hess vor den Nazis fliehen und Teile ihrer Sammlung zurücklassen. Ein Kölner Galerist verdiente mit den Werken Geld und verkaufte die "Zwei Frauen" an das Wuppertaler Museum.

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Einigung mit den rechtmäßigen Besitzern

Nun gab es eine "gütliche Einigung" mit den Erben, so das Museum. Dank einer finanziellen Förderung konnte das Museum das Gemälde von der Erbin nun "quasi rechtmäßig" ankaufen und somit weiter ausstellen. Im Juli hat die Stadt Düsseldorf ein weiteres Schmidt-Rotluff-Gemälde an die Erbin der jüdischen Familie Hess zurückgegeben.

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Von der Heydt Museum, Wuppertal.

Das Von der Heydt Museum in Wuppertal

Schon vor zwei Jahren hat das Museum ein Gemälde des Impressionisten Max Liebermann an die rechtmäßigen Erben zurückgegeben und dann von diesen erneut gekauft, damit es in der Sammlung verbleibt. Auch in diesem Fall wurden die Besitzer von den Nationalsozialisten verfolgt, ihre Kunstsammlung wurde zum Teil beschlagnahmt. Die Besitzer wurden im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet. Den vier Töchtern gelang die Flucht in die USA und nach Kanada. Das von der Heydt-Museum erwarb das Liebermann-Gemälde im Jahr 2002.

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Verfolgte mussten Kunst zurücklassen

Einige Erben schreiben dem Museum eine "Vorreiterrolle" bei der Rückgabe so genannter "Raubkunst" zu: Den Verantwortlichen sei es wichtig, "eine gerechte und faire Lösung" im Umgang mit Kunst zu suchen, die im Nationalsozialismus geraubt oder unter höchst unfairen Bedingungen von den rechtmäßigen Besitzern abgegeben werden mussten.

Quelle:

Sendung: WDR.de, Von der Heydt-Museum darf wichtiges Werk behalten - Erbin ausbezahlt, 01.12.2025, 12:00 Uhr
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Bergisches Land, 01.12.2025, 12:30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 01.12.2025, 18:09 Uhr

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