Riesenbohrmaschine: fast 60 Tonnen schwer
Bildquelle: WDR / René RabenschlagJahrhundertprojekt Wuppersammler : Dickes Ding kommt zum Bohren
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Heute Morgen ist eine fast 60 Tonnen schwere Riesenbohrmaschine in Wuppertal mit einem Kran in eine Baugrube an der B7 in Oberbarmen gehievt worden. In zwölf Metern Tiefe wird sie in den nächsten Wochen einen Tunnel für das letzte Teilstück des Wuppersammlers bohren.
Bauleiter Frank Hackmann fotografiert sein "Ewigkeitsprojekt"
Bildquelle: WDR / René RabenschlagDie Technik ist eindruckvoll, das Projekt "Wuppersammler" noch viel mehr. Dennoch ist vom größten Infrastrukturprojekt der Stadt Wuppertal praktisch nichts zu sehen. Und das ärgert auch Bauleiter Frank Hackmann von den Wuppertaler Stadtwerken ein bisschen: „Von den vielen Millionen Euro sieht man am Ende einen Kanaldeckel auf der Straße“.
Obwohl er so eine riesige Bohrmaschine schon etliche Male genutzt hat. Heute macht er Fotos, weil es die letzte Baustelle dieser Art für das Ewigkeitsprojekt sein wird. Es werden die letzten 500 Meter von zwölf Kilometern Kanal gebaut. Das Projekt Wuppersammler läuft seit 36 Jahren.
Vollautomatische "Bohrdrohne"
Der Bohrkopf hat einen Durchmesser von 2,70 Metern. Er wird ferngesteuert und kann sich damit automatisch durch das Erdreich fressen. Der dabei entstehende Tunnel wird direkt hinter der Bohrmaschine mit einem ebenso dicken Kanalrohr verfüllt.
In diesem Teilstück wird knapp vor den Häusern, unterhalb der Hauptstraße B7 gebohrt. Die Technik stammt aus dem Tunnelbau in den Alpen und wird seit Jahren erfolgreich auch bei solchen Bauvorhaben genutzt. Der Vorteil: Die Straße muss nicht auf ganzer Länge aufgerissen werden. Der Bau erfolgt praktisch minimalinvasiv.
Viel Platz für Regenwasser in dem großen Tunnel
Bildquelle: WDR / René RabenschlagHochwasser- und Wupperschutz in Einem
Der Wuppersammler verläuft von Oberbarmen bis hinter Sonnborn zur Kläranlage Buchenhofen. Er leitet schmutziges Regenwasser dort hin und kann es auch speichern.
Bei Starkregen staut sich das Wasser auf der gesamten Länge und wird danach langsam in die Kläranlage geleitet. Früher, so erzählen die Bauleiter, ging das einfach in die Wupper. Die Fertigstellung des letzten Teilstücks ist für nächstes Jahr geplant.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Wuppertaler Stadtwerke
Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Bergische Land, 27.08.2026, 14:31 Uhr
