Wuppertaler Bäume sind durstig : Online-Karte zeigt, wo ihr helfen könnt
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Die vergangenen Hitze-Wochen machen vielen Straßenbäumen in Wuppertal zu schaffen. Eine neue digitale Karte zeigt jetzt, welche Bäume besonders auf Unterstützung angewiesen sind und wo Bürgerinnen und Bürger gezielt helfen können.
Auch wenn alle Pflanzen und Bäume gerade aufatmen bei Regen: Der trockene Sommer setzt Wuppertals Stadtgrün massiv unter Druck. Besonders Straßenbäume leiden unter den hohen Temperaturen und dem Wassermangel der vergangenen Wochen.
Mit einer neuen Karte im Netz können Bürgerinnen und Bürger jetzt gezielt Bäume finden, die zusätzliche Wassergaben benötigen. Die Stadt hofft auf Unterstützung aus der Bevölkerung.
"Straßenbäume sind ein wichtiger Teil unserer Klimaanpassung. Gerade bei Hitze spenden sie Schatten, kühlen durch Verdunstung und verbessern das Stadtklima – damit leisten sie auch einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz“, unterstreicht Dr. Katrin Linthorst, Beigeordnete für Gesundheit, Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Grünflächen und Recht.
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (re.) und die Beigeordneten Dr. Sandra Zeh und Dr. Katrin Linthorst gießen Baumhasel am Rathaus
Bildquelle: Stadt Wuppertal"Stadtgrün ist keine Nebensache, sondern ein wichtiger Teil unserer Daseins- und Gesundheitsvorsorge. Deshalb geht es beim Schutz der Straßenbäume nicht nur um den Erhalt von Grün, sondern auch um die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in der Stadt." Beigeordnete Dr. Katrin Linthorst
Hier lohnt sich das Gießen besonders
Nicht jeder Baum braucht Hilfe. Jungbäume werden bereits regelmäßig von der Stadt bewässert. Sinnvoll ist Unterstützung vor allem bei mittelalten Straßenbäumen zwischen dem fünften und 20. Standjahr. Sie können längere Trockenphasen oft nicht allein überstehen und profitieren besonders von zusätzlichem Wasser.
So machen Bürger alles richtig
Das Ressort Grünflächen und Forsten empfiehlt, die Bäume etwa einmal pro Woche mit rund 100 Litern Wasser zu versorgen. Kleine tägliche Mengen helfen dagegen kaum, weil das Wasser die tieferen Wurzeln nicht erreicht. Gegossen werden sollte langsam und möglichst morgens oder abends, damit weniger Wasser verdunstet.
Digitale Hilfe für den Klimaschutz
Über die Karte "Baumbewässerung mit Bürgerbeteiligung" sehen Nutzer auf einen Blick, wo ihr Einsatz gebraucht wird. Die Stadt sieht darin ein gelungenes Beispiel für digitale Bürgerbeteiligung und für Ressort-übergreifende Arbeit:
"Das Ressort Grünflächen und Forsten war auf der Suche nach einer Lösung für eine kartographische Darstellung, das Ressort Vermessung, Katasteramt und Geodaten konnte diese Lösung liefern, und dank der Fördermittel für den DigiTal Zwilling machte das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung das Ganze möglich", freut sich Oberbürgermeisterin Miriam Scherff.
"Jetzt können engagierte Bürgerinnen und Bürger nachschauen, wo sie ihre Hilfe sinnvoll einbringen können – eine gute Sache für alle Seiten. Ich danke allen Beteiligten für die pragmatische Umsetzung!"
Auch Feuerwehr gießt
Gleichzeitig sind bereits zahlreiche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr unterwegs, um Straßenbäume mit Wasser zu versorgen. Denn selbst aktuelle Regenfälle können das Defizit der vergangenen Wochen nicht ausgleichen.
Unsere Quellen:
- Stadt Wuppertal, Ressort Grünflächen und Forsten
- DigiTal Zwilling Wuppertal
Sendung: WDR.de, Online-Karte zeigt: Diese Straßenbäume brauchen Wasser, 19.08.2026, 7:55 Uhr
