Für den Wupperverband heißt es: "Wassermanagement in der Dürrephase". Und diese Phase hat in den vergangenen Wochen dramatische Ausmaße angenommen. Die Wuppertalsperre, eigentlich die größte Brauchwassertalsperre im Bergischen, ist nur zu knapp einem Drittel gefüllt. Dabei ist die Talsperre enorm wichtig, um den Pegel der Wupper stabil zu halten.
Tausend Liter Wasser pro Sekunde weniger in die Wupper
In "guten" Jahren mit einem ausgewogenen Verhältnis von Trockenheit und Regenperioden fließen am so genannten "Referenzpegel" Kluserbrücke in Wuppertal 3.500 Liter Wasser. Wird dieser Wert nicht durch Regen und den Zufluss aus den Nebengewässern der Wupper erreicht, hilft die Wuppertalsperre aus. Das ist seit dem Bau vor etwa 40 Jahren ihre wichtigste Aufgabe. Die Talsperren sind so etwas wie der "Notspeicher" an Wasser.
Seit August dreht der Wupperverband den Hahn immer weiter zu. So weit, dass im Moment tausend Liter pro Sekunde weniger am Referenzpegel in Wuppertal ankommen. Laut Wupperverband sinkt der Wasserstand dort auf nur noch 16 Zentimeter. Der Verband versichert: Die Auswirkungen auf Flora und Fauna in der Wupper werden ganz genau beobachtet.
Im Bergischen muss es mehr regnen, damit's besser wird
Außerdem werde die Abgabe aus der Bever-Talsperre in Hückeswagen in das Wuppersystem leicht erhöht, denn die sei noch nicht ganz so schlecht dran wie die Wuppertalsperre. Aber klar ist: Nur mehr Regen kann die teils dramatische Lage verbessern.
Unsere Quellen:
- Wupperverband
Sendung: WDR.de, Wasser in Bergischen Talsperren wird knapp, 19.08.2026, 16:59 Uhr
