Radmuttern an privatem Auto gelöst : Sollte das Mordversuch an Polizistin sein?
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Die Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Detmold ermitteln wegen eines möglichen versuchten Mordanschlags auf eine Polizistin aus Blomberg im Kreis Lippe. Wie sie heute bekanntgaben, hatten Unbekannte an einem Reifen ihres Privatautos eine Radmutter entfernt und alle anderen gelockert.
Den Wagen hatte die Beamtin am Montag, 27. Juli, vor der Polizeiwache in Blomberg geparkt. Als sie nach ihrer Schicht am Nachmittag nach Hause fuhr, hörte sie ungewöhnliche Geräusche, konnte aber keine Ursache finden.
Ihren Privatwagen parkte die Polizistin vor der Polizeiwache Blomberg.
Bildquelle: Friso GentschDie wurde erst bei einer weiteren Kontrolle entdeckt, vier Tage später: An einer Reifenfelge war eine Radmutter komplett verschwunden, die anderen hatte jemand gelöst. Da die Polizistin in den Wochen mit ihrem Auto davor weder in der Werkstatt war, noch die Reifen gewechselt hatte, könnte es sich um versuchten Mord handeln.
Staatsanwaltschaft Detmold wertet es als versuchten Mord
So wertet es jedenfalls die Staatsanwaltschaft Detmold. Wer so etwas tue, nehme in Kauf, dass die Fahrerin tödlich verunglücken kann, sagte heute Staatsanwalt Alexander Görlitz, der Sprecher der Behörde. Er spricht im Zusammenhang mit der Tat von Heimtücke. Das sei ein Mordmerkmal.
Die Staatsanwaltschaft Detmold ermittelt wegen versuchten Mordes.
Bildquelle: Friso Gentsch
Weitere Details nannten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht, etwa das Alter der Polizistin, oder ob sie vielleicht zuvor bedroht wurde. Eine Mordkommission der Polizei Bielefeld hat die Ermittlungen übernommen.
Unsere Quellen:
- Telefonat mit Staatsanwalt Alexander Görlitz
- Staatsanwaltschaft Detmold
- Polizeipräsidium Bielefeld
Sendung: WDR.de, Mordversuch an Polizistin?, 04.08.2026, 13:00 Uhr
