Das ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Studie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Dafür wurden mehr als 3.000 Menschen ab 16 befragt.
Die meisten der Befragten sind beim Onlineshopping betrogen worden. Fast jeder Vierte hat das schon erlebt. Dahinter folgten Zugriffe von Fremden auf eigene Accounts, Betrug beim Onlinebanking und Phishing-Attacken - dabei versuchen Betrüger, an die persönlichen Daten von Nutzern zu kommen.
Ein Drittel der Befragten haben auch gesagt, dass sie - bei welcher Form der Cyberkriminalität auch immer - Geld verloren haben.
User kennen kaum Schutzmaßnahmen
Obwohl mehr User betroffen sind als früher, schützen sie sich offenbar nach wie vor nicht gut genug. Laut BSI informieren sich wenige darüber, wie man sich im Netz vor Kriminalität schützen kann. Die gängigsten Schutzmaßnahmen wie starke Passwörter und Antivirenprogramme kennen überhaupt nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten.
Vor allem junge Menschen zu sorglos
Besonders sorglos sind laut Studie junge Menschen: Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) hält ihr persönliches Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, für gering oder ausgeschlossen.
Dementsprechend informieren sich lediglich 14 Prozent regelmäßig über Cybersicherheit, während sich 40 Prozent nur hin und wieder damit beschäftigen.
BSI-Präsidentin Claudia Plattner forderte, die Verantwortung nicht allein bei den Nutzern abzuladen: "Hersteller und Anbieter digitaler Geräte und Anwendungen müssen sichere Produkte und Dienste zum Standard machen."
Unsere Quellen:
- Cybersicherheitsmonitor
- Nachrichtenagentur Reuters
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR aktuell, Jeder Zehnte von Cyberkriminalität betroffen, 11.05.2026, 10:00 Uhr