Der Die Regionalbahn 32 (RB 32) war gerade aus dem Bahnhof Dortmund-Mengede ausgefahren, als der Lokführer nach wenigen hundert Metern vier Jungen sah. Einer lief übers Gleis auf den Zug zu, drei weitere standen neben den Schienen, berichtet die Bundespolizei.
Der Zug hatte schon auf 120 km/h beschleunigt. Der Lokführer legte eine Vollbremsung hin. Gleichzeitig sprang der Junge in den Graben neben dem Gleis. Trotzdem war sich der Fahrer nicht sicher, ob er das Kind nicht doch erwischt hatte. Daher suchten Polizei und Feuerwehr den Bereich rund um die Gleise gründlich ab, auch mit einem Hubschrauber.
126 Fahrgäste mussten eine Stunde warten
Die Kinder waren da aber schon weg. Die Polizei geht deswegen davon aus, dass keines verletzt wurde. Von den Kindern fehlt jede Spur, ihre Identität ist ungeklärt. Während der etwa einstündigen Suchaktion blieb die Bahnstrecke in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Unter anderem die 126 Fahrgäste in der betroffenen RB 32 mussten warten.
Lokführer erleidet Schock
Einige von ihnen erlitten einen Schock, ebenso der Lokführer. Der musste nach dem Vorfall abgelöst werden. Warum die Kinder auf dem Gleis waren, ist noch unklar.
Die Bundespolizei nimmt den Vorfall zum Anlass, vor den Gefahren durch Züge zu warnen. Über die Gleise zu laufen, sei "leichtsinnig und lebensgefährlich". Menschen auf Gleisen hörten die Züge meist erst, wenn es schon zu spät sei.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit der Bundespolizei Dortmund
- Pressemitteilung der Bundespolizei Dortmund
Sendung: WDR.de, Zug in Dortmund-Mengede überfährt Jungen fast, 16.09.2026, 10:02 Uhr
