Mit einer Polizeistreife unterwegs auf der Rheinkirmes
WDR. 04:29 Min.. Verfügbar bis 22.07.2028.
Kaum haben Sebastian Orlowski und Paul Gruschel die Kirmes-Wache verlassen, werden die beiden über Funk angefordert. Der Zoll ist bei einer Schwarzarbeit-Kontrolle auf Verdächtige gestoßen - und es wurden Drogen gefunden.
Die Polizisten haben einen Verdächtigen festgenommen.
Die Handschellen klicken, denn die gefundene Menge an Speed und Amphetaminen ist nicht klein. Die beiden Polizisten nehmen den Mann, bei dem die Drogen gefunden wurden, fest.
Während der ganzen Aktion haben sie einen Blick darauf, ob jemand in nächster Nähe Waffen oder gefährliche Gegenstände in der Hand hat oder zückt.
Der eine guckt auf den anderen. Wir achten immer darauf, dass die Leute nicht hektisch in ihre Taschen greifen. Eigensicherung ist ganz wichtig. Sebastian Orlowski
„Sicherheitsdorf“ direkt am Kirmes-Eingang
Sebastian Orlowski und Paul Gruschel bringen den Verdächtigen zur Kirmes-Polizei-Wache. Hier ist alles vorhanden, was sie zur weiteren Vernehmung und Überprüfung brauchen. Büros und Technik wie auf jeder Wache im Stadtgebiet. Im sogenannten "Sicherheitsdorf", wo auch die Feuerwehr sowie der Ordnungsdienst der Stadt Düsseldorf und die Sicherheitskräfte des Veranstalters untergebracht sind, herrscht eine entspannte Stimmung. Der Dienst hier ist beliebt: man treffe Kollegen, denen man sonst nicht so oft begegnet, so Polizist Paul Gruschel.
Messerverbot durchsetzen und Auskunft geben
Die Polizisten Sebastian Orlowski und Paul Gruschel.
Für Kollegen-Gespräche ist aber nicht viel Zeit. Es geht zurück auf die Kirmes. Im Sekundentakt haben die beiden wieder zu tun. Eine ältere Dame will sich nur bedanken, dass die Polizei auf der Kirmes ist. Ein Jugendlicher muss ermahnt werden, dass er vom Fahrrad absteigen muss. Dann kontrollieren sie drei junge Männer auf Waffen.
Wer etwa ein Messer – egal welcher Art – dabei hat, kann mit einem Bußgeld bis zu 10.000 € bestraft werden. Bei der Durchsuchung der Taschen checken die Beamten auch, ob die Handys nicht gestohlen sind.
Dienst auf der Kirmes "ein Gesamtpaket"
Der Streifendienst sein ein "Gesamtpaket", sagt Sebastian Orlowksi: Personen-Kontrollen, Ermahnungen, ein Auge auf mögliche Waffen, aber immer wieder auch ein Plausch mit Kirmes-Besuchern.
Abwechslungsreich sei der Streifengang immer auf der Rheinkirmes, da sind sich die beiden Polizisten einig, aber auch anstrengend. Vor allem wegen der heftigen Dauerbeschallung.
"In unserem Berufs-Alltag haben wir nicht so viel Musik auf den Ohren und etwas weniger Menschen-Massen, wenn es nicht gerade die Altstadt ist. Von daher ist es ganz schön, wenn man vom Kirmes-Dienst nach Hause kommt und die Musik einfach mal aus ist", lächelt Sebastian Orlowksi.
Das Abschalten bei einem privaten Kirmes-Besuch falle allerdings schwer, meint Paul Gruschel: „Auch da schaue ich mir die Menschen um mich herum genauer an“.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Polizei Düsseldorf
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Düsseldorf, 22.07.2026, 19.30 Uhr
