Außenansicht Landgericht Düsseldorf

Das Düsseldorfer Landgericht

Bildquelle: dpa

Prozess in Düsseldorf Türsteher soll mehrfach Gäste verprügelt haben

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Mehrere Personen krankenhausreif geschlagen und eine junge Frau erniedrigt - das sind die Vorwürfe gegen den 44-Jährigen.

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Martin Höke

Laut Anklage hat der 44-Jährige vor vier Jahren innerhalb von knapp zwei Monaten die Gäste einer Disco im Düsseldorfer Medienhafen zum Teil erheblich verletzt.

Dreimal Discobesucher zum Teil erheblich verletzt

Konkret werden ihm in dem Verfahren von der Staatsanwaltschaft drei Fälle vorgeworfen. Mitte Mai 2022 soll Steven G. einen Gast mit Quarzsandhandschuhen so verprügelt haben, dass der Mann ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Hirnblutung erlitt. Zuvor soll es Streit gegeben haben, weil der Türsteher dem Opfer den Einlass in die Disco verweigert hatte.

Einen Gast, der an dem am Boden liegenden Opfer vorbeigehen wollte, soll der Türsteher aufgefordert haben, sich zu "verpissen". Als der sich weigerte, soll er dem Mann mit einem Faustschlag das Nasenbein gebrochen haben.

Weiblichen Gast entwürdigt

Der Anklage zufolge soll der Türsteher dann nur einen Monat später, Mitte Juni, eine junge Besucherin des Clubs gewaltsam von der Tanzfläche geholt, sie entwürdigend mit hochgerutschtem Rock auf seiner Schulter durch die Disco getragen und rausgeworfen haben.

Wieder nur einen Monat später soll der Türsteher gemeinsam mit Kollegen drei Club-Besucher verprügelt und dann noch auf sie eingetreten haben. Dieser Fall hatte für erhebliches Aufsehen gesorgt. Anlass waren Fotos, die ein mutmaßliches Opfer des Übergriffs von sich auf Instagram gepostet hatte.

Opfer berichtet von Handgreiflichkeiten

Die zeigen den jungen Schwarzen Mann bandagiert mit doppelt gebrochenem Kiefer in einem Klinikbett. Seiner Schilderung nach hatte er seinen drei Begleitern in der Nacht in dem Club einen VIP-Tisch reserviert.

Als sie dann mit dem Spruch "Das ist kein Club für Schwarze" nicht eingelassen wurden, kam es zwischen seiner Gruppe und dem Clubpersonal zu einem Wortgefecht und Handgreiflichkeiten. Als er dazwischengehen wollte, so der junge Mann, sei er krankenhausreif geschlagen worden.

Vierter Prozessanlauf

Der für Montag angesetzte Verhandlungstermin ist seit 2023 bereits der vierte Prozessanlauf. In zwei Fällen war der Verteidiger des Türstehers erkrankt. Nach Gerichtsangaben hat sich der 44-jährige Angeklagte bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Im Falle einer Verurteilung muss er mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Für den Prozess sind bis zum 10. September drei Verhandlungstage angesetzt.

Türsteher wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht

WDR 28.08.2026 40 Sek. Verfügbar bis 27.08.2028

Unsere Quellen:

  • Polizei Düsseldorf
  • Staatsanwaltschaft Düsseldorf
  • Amtsgericht Düsseldorf

Sendung: WDR.de, Prozess in Düsseldorf: Türsteher soll Gäste mehrfach verprügelt haben, 31.08.2026, 06:25 Uhr

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