In Essen soll mehr gegen Einsamkeit getan werden | WDR aktuell
Bildquelle: Rolf VennenberndWDR. 2 Min. 32 Sek.. Verfügbar bis 11.03.2037.
Einsamkeit ist ein großes Problem für viele Menschen in unserer Gesellschaft. Nicht nur im Alter. Die Stadt Essen will dagegen jetzt etwas unternehmen. Im Juli hat der Stadtrat die "Essener Charta zur Verhinderung und Bekämpfung von Einsamkeit" verabschiedet. Heute soll NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sie unterzeichnen.
Laut Stadt Essen haben an der Charta unter anderem die Stadtverwaltung, Verbände, wissenschaftliche Einrichtungen und auch Bürger der Stadt mitgearbeitet. Gemeinsam sind Leitsätze formuliert worden. Sie soll ein "sichtbares Zeichen für das Engagement gegen Einsamkeit" sein.
Einsamkeit als Kernaufgabe der Sozialpolitik
Mit der Charta verankert die Stadt Essen die Prävention von Einsamkeit als Kernaufgabe der Stadtentwicklung und Sozialpolitik. Einsamkeit soll in Zukunft kein Tabuthema mehr sein: mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit will die Stadt erreichen, dass Betroffene offen darüber sprechen und sich Hilfe suchen können.
Hilfe können Betroffene unter anderem in Begegnungsräumen bekommen, die die Stadt einrichten will. Anwohnerinnen und Anwohner sollen dort unkompliziert Kontakte zu anderen Menschen finden können. Dabei will die Stadt auch auf schon bestehende Angebote von Sozialverbänden, Initiativen, Vereinen und Kirchen zurückgreifen.
Ursprung der Charta
Einsamkeit betrifft viele Menschen.
Bildquelle: Fabian Sommer/dpaAngestoßen wurde die Charta im Oktober 2025, als die Stadt Essen einen großen Fachtag mit dem Schwerpunkt Einsamkeit veranstaltet hat. Mehr als 100 Fachleute waren dabei und haben die ersten Bausteine der Vereinbarung erarbeitet.
Danach haben die Sozialexperten der Stadt die Charta ausgearbeitet, im Juli hat der Stadtrat sie beschlossen und heute wird sie unter anderem von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst unterzeichnet.
Unsere Quellen:
Sendung: WDR 2, WDR 2 für Rheinland, Ruhrgebiet und Niederrhein, 14.09.2026, 06:31 Uhr