Ab Donnerstag: Nächtliches Alkoholverbot am Brüsseler Platz in Köln
00:33 Min.. Verfügbar bis 14.05.2027.
Das Verbot gilt täglich von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Die Stadt Köln hat am Mittwoch (14. Mai) eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Damit soll der Lärm in der Nacht reduziert werden.
Hohe Geräuschkulisse am und um den Platz
Um den Platz gibt es seit Jahren Konflikte. Grund dafür ist die Geräuschkulisse, die durch Ausgehpublikum und Touristen rund um den Platz entsteht.
Das Oberverwaltungsgericht NRW hatte im September 2023 erklärt, dass die Stadt Köln zu wenig unternehme, um Anwohner vor Lärm zu schützen. Sie müsse Maßnahmen ergreifen, um zwischen 22 und 6 Uhr gesundheitsgefährdende Ruhestörungen zu unterbinden.
Erst ein Verweilverbot, jetzt ein nächtliches Alkoholverbot
Als Konsequenz beschloss die Stadt Köln, ein Verweilverbot am Platz. Das bedeutete: Man durfte sich nicht vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen auf dem Platz aufhalten, nicht trinken, essen, feiern. Das sollte für mehr Ruhe für die Menschen sorgen, die da wohnen. Im Februrar 2025 trat das Verbot in Kraft, wurde aber schnell wieder einkassiert.
Einige Anwohner und die Betreiberin einer ansässigen Gaststätte hatten dagegen geklagt - und Recht bekommen.
Verwaltungsgericht Köln: Verweilverbot zu drastisch
Das Verwaltungsgericht Köln hatte das Verweilverbot als unverhältnismäßig bezeichnet. Die Stadt habe es versäumt, "mildere Mittel zur Durchsetzung der Nachtruhe, insbesondere ein Alkoholverbot" anzuwenden.
Nach Auffassung des Gerichts könne bereits durch ein solches Alkoholverbot, wenn es streng überwacht würde, die Attraktivität des Brüsseler Platzes für die "Partyszene" derart abnehmen, dass relevante Ruhestörungen nicht mehr zu befürchten seien. Erst wenn das nicht helfe, könne ein Verweilverbot erneut erwogen werden.
Unsere Quellen:
- Stadt Köln
- Deutsche Presse-Agentur
- wdr.de-Bericht