15 Meter hoch und komplett aus Holz: Das außergewöhnliche Bauwerk soll an den mittelalterlichen Bau-Kran erinnern, der dabei half, den Kölner Dom in die Höhe zu bauen.
Historische Erinnerung
Die Idee zum Nachbau hatte die Initiative "Im Lichte des Doms". "Wir waren erstaunt, dass die Bedeutung des Dom-Krans vielen nicht im Bewusstsein war", sagt ihr Pressesprecher Klaus Eichhorst. "Deswegen haben wir ihn nachgebaut, um daran zu erinnern."
Nachbau des historischen Domkrans
Bildquelle: WDR / MazurPünktlich zur Dreikönigswallfahrt entsteht das außergewöhnliche Bauwerk vor dem Kölner Dom, das halb so groß wie sein historisches Vorbild ist. Am Mittwoch (23. September) findet ab 11 Uhr das Richtfest statt. Anschließend segnet Domdechant Robert Kleine den historischen Nachbau. Rund um den Kran wird es bis zum 27. September gastronomische Angebote geben. Beim Weihnachtsmarkt am Kurienhaus soll der Dom-Kran erneut aufgebaut werden.
Dom-Kran prägte Köln über Jahrhunderte
Historische Aufnahme des Baukrans am Dom
Bildquelle: Hohe Domkirche Köln, DombauhütteEntstanden war der Kran im 14. Jahrhundert. Er erreichte eine Höhe von bis zu 58 Metern. Etwa 500 Jahre lang ragte der originale Dom-Kran auf dem Südturm des Kölner Doms und war eine der beeindruckendsten "Baumaschinen" seiner Zeit. Ohne ihn wäre der Bau der gewaltigen Domtürme nicht möglich gewesen.
Mit seiner Hilfe wurden tonnenschwere Steinquader in große Höhen gehoben. Bis ins 19. Jahrhundert prägte er die Stadtsilhouette und galt als Wahrzeichen Kölns. Er steht als als Symbol für die Handwerkskunst, den Erfindergeist und die Ausdauer der Menschen, die über Generationen hinweg am Kölner Dom gearbeitet haben.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit Klaus Eichhorst
- Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
Sendung: WDR.de, Dom-Kran zurück in Köln, 22.09.2026, 06:51 Uhr
