Saugfähig ja, schützt aber nicht vor erfahrenen Zollbeamten.
Mit mehr als 200 Gramm Gold, acht Armreifen und ein Paar Goldohrringe, wollte ein Mann aus Kleve durch den grünen Ausgang am Köln-Bonner Flughafen. Dabei liegt die Grenze für abgabefreie Ware aus Nicht-EU-Staaten bei 430 Euro.
Der Mann reiste am Mittwochabend aus dem Irak an, und der geschmuggelte Goldschmuck überstieg diese Grenze bei Weitem. Aber das ist nicht das Ungewöhnlichste an diesem Fund.
Volle Windel
Dass Schmuggler versuchen, Goldschmuck oder Goldmünzen im Gepäck verstecken - zwischen Bekleidung, eingewickelt in Alufolie oder Tennissocken - verwundert die Zollbeamten am Köln/Bonner Flughafen längst nicht mehr.
"Aber in Babywindeln versteckter Goldschmuck im Wert von rund 20.000 Euro ist schon sehr außergewöhnlich." Jens Ahland, Hauptzollamts Köln
Gegen den Mann wurde noch vor Ort ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Die fälligen Einfuhrabgaben in Höhe von mehr als 4.300 Euro wurden direkt vor Ort festgesetzt, doch die konnte der arbeitslose Reisende nicht bezahlen.
Der Zoll beschlagnahmte den Goldschmuck als Sicherheit. Der Mann muss jetzt mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, erklärt Ahland.