Seit Samstagmorgen befinde sich die Kölner Feuerwehr im Dauereinsatz, sagt ihr Sprecher Ulrich Laschet dem WDR. "Der Rettungsdienst ist komplett ausgebucht, mittlerweile ziehen wir auch Löschfahrzeuge zu den Einsätzen hinzu."
Die vielen Einsätze seien das Ergebnis der langen Hitzeperiode. Nach zehn Tagen in Folge komme der Körper nicht mehr zur Ruhe, so Laschet. "Die Menschen trinken zu wenig und bewegen sich zu viel. Zusätzlich heizen sich die Wohnungen gerade in der Innenstadt extrem auf und kühlen nicht mehr ab."
Menschen erreichen lebensbedrohliche Körpertemperaturen
Das führt auch zu ungewöhnlichen Einsätzen: So mussten am Freitag sieben Männer aus ihren überhitzten Wohnungen gerettet werden. Sie waren bewusstlos aufgefunden worden und hatten eine Körpertemperatur von über 42 Grad. Ein Mann musste noch in seiner Wohnung wiederbelebt werden. Die Männer wurden ins Krankenhaus gebracht.
Die Geretteten sind zwischen 40 und 60 Jahre alt und haben laut Feuerwehr-Sprecher Laschet "eine normale körperliche Konstitution" - das bedeutet, sie sind nicht übergewichtig und haben keine Vorerkrankungen.
Bei Hitze: viel trinken, kein Sport
Die Feuerwehr appelliert an die Menschen in Köln:
- viel trinken
- keine körperlichen oder handwerklichen Tätigkeiten ausführen
- nicht in der Sonne aufhalten
- mit Sonnencreme eincremen
- Kinder und Tiere nicht unbeobachtet lassen
- und bei Notfällen die 112 anrufen.
Die Stadt Köln hat zur Hitze eine Übersichtsseite mit allen wichtigen Infos und Maßnahmen zusammengestellt. Die Übersicht findet ihr hier.
Unsere Quelle:
- WDR-Gespräch mit Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet
Sendung: WDR.de, Extreme Hitze: Rettungsdienst in Köln überlastet, 27.06.2026, 14.55 Uhr