Organtransplantierte Fußballerin spielt für Deutschland

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WDR 6 Min. 49 Sek. Verfügbar bis 12.09.2028

Neues Leben durch Organtransplantation Kölnerin spielt bei Fußball-WM

Stand:

Wegen einer schweren Nierenerkrankung war Stefanie Neuhäuser jahrelang auf Dialyse angewiesen, bis sie eine Spenderniere bekam. Jetzt steht sie im Kader der ersten deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft für Organtransplantierte.

Stefanie Neuhäuser packt ihre Trainingstasche. Sport machen und Fußball spielen ist für viele selbstverständlich. Für die 51-Jährige ist es etwas Besonderes. "Irgendwie weiß man das ja, dass man auf der Transplantationsliste steht und man weiß auch, dass irgendwann dieser Anruf hoffentlich kommt."

Fast elf Jahre auf Spenderniere gewartet

Wegen einer dauerhaft entzündeten Niere brauchte Stefanie Neuhäuser ein neues Organ. Vor ihrer Nierentransplation musste sie fast täglich rund vier Stunden zur Blutreinigung. Stefanie entschied sich, die Dialyse zu Hause selbst durchzuführen, richtete sich extra ein Zimmer ein.

Eine Frau liegt auf einem Patientenstuhl

Vor der Nierentransplantation musste Stefanie Neuhäuser fast täglich zur Dialyse.

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Fast elf Jahre musste sie auf eine Spenderniere warten. Dann erhält sie die Nachricht, die alles verändert: Sie bekommt eine neue Niere. "Es ist sind ganz viele Gefühle und Gedanken, die einem in dem Moment durch den Kopf gehen, weil darauf hat man ja ganz lange gewartet. Auf der anderen Seite hat man natürlich ein bisschen Angst, Respekt vor der Situation."

Stefanies Körper nimmt die Niere an. Damit das auch so bleibt, muss sie jeden Tag 14 Tabletten schlucken.

Teilnahme bei der WM für Organtransplantierte

Eine Frau hält ein Deutschland-Trikot

Bei der Fußball-WM für Organtransplantierte tritt Stefanie im Deutschland-Trikot an.

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Jetzt ist die Kölnerin sogar Teil der ersten deutschen Frauen-Nationalmannschaft, die bei der Fußball-WM für Organtransplantierte teilnimmt. Sie findet vom 13. bis 18. September in Frankfurt am Main statt. Über 60 Nationen nehmen teil.

"Ich glaube, dass es ein tröstlicher Gedanke für viele Spenderfamilien ist, dass die Organe weiterleben und wir die Spender immer mit uns tragen und den Organen so neues Leben geben." Stefanie Neuhäuser

Für das Tunier gibt es besondere Regeln. Das Spielfeld ist kleiner, es darf immer gewechselt werden und die Organe müssen gut geschützt werden. Für Stefanie ist fast egal, wie die Mannschaft abschneidet. Für sie gilt das Motto: Dabei sein ist alles! Und: ihr ist vor allem die Sichtbarkeit von Transplantierten wichtig.

Unsere Quelle:

  • Gespräch mit Stefanie Neuhäuser

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 11.09.2026, 19:30 Uhr

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