Die Informationen der Kölner Staatsanwaltschaft lassen aufhorchen. Es laufe ein Ermittlungsverfahren gegen einen 17-Jährigen, sagt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auf WDR-Anfrage. Das Verfahren richtet sich gegen den Jugendlichen, wegen des dringenden Verdachts zur Verabredung eines Verbrechens. Dann wird der Oberstaatsanwalt konkreter.
Jugendlicher hat schwedische Staatsangehörigkeit
Der 17-Jährige soll sich laut Staatsanwaltschaft in sozialen Netzwerken für entsprechende Bezahlung als "Auftragsmörder" angeboten haben. Daraufhin sei er, so die Ermittler, von einer bislang unbekannten Person angeworben worden. Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilt, sei der Jugendliche damit beauftragt worden, in Köln eine "noch nicht näher ermittelte Person" mit einer Schusswaffe zu töten.
Hinweis kam aus Schweden
Möglicherweise gibt es bei der Tat Verbindungen ins Rockermilieu. Bevor der Jugendliche in Köln aktiv wurde, so sagt es die Kölner Staatsanwaltschaft, erreichte die Polizei in Deutschland "rechtzeitig" ein Hinweis von den schwedischen Kollegen. Der Jugendliche hatte in Köln ein Zimmer angemietet, das die Kölner Polizei ausfindig machen konnten und den 17-Jährigen festnahm. Dabei konnten die Ermittler auch eine Schusswaffe und Munition sicherstellen.
Jugendlicher sitzt in U-Haft
Die Festnahme erfolgte bereits Mitte Oktober 2025. Der Jugendliche sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zum Auftraggeber, der Zielperson und den Umständen dieses Falls dauern weiter an.
Unsere Quelle:
- Staatsanwaltschaft Köln
Sendung: WDR2, Lokalzeit Köln, 16.12.2025, 15:31