Rafaela ist Kölns Lieblings-Busfahrerin

Bildquelle: quelle: "LieblingsbusfahrerIn"

WDR 03:17 Min. Verfügbar bis 05.08.2028

"Mir kamen Freudentränen" Kölner Busfahrerin eine der beliebtesten Deutschlands 

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Bei einem bundesweiten Wettbewerb konnten Fahrgäste ihre persönlichen Buserlebnisse schildern und ihren Lieblingsfahrer oder ihre Lieblingsfahrerin nominieren. Eine Kölnerin schnitt gut ab.

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Friederike Müllender

Wenn man Busfahrerin Rafaela Stanke auf ihre Auszeichnung anspricht, strahlt sie übers ganze Gesicht.

"Ich muss sagen, mir kamen Freudentränen, als ich die Nachricht bekommen habe", sagt sie. "Insgeheim habe ich mich immer gefragt: Sieht das eigentlich jemand, was ich hier jeden Tag mache? Jetzt weiß ich, es wurde gesehen, und das erfüllt mich mit Stolz."

Von der Kaffeebude zur KVB

Jeden Tag pendelt sie knapp zwei Stunden, um als Busfahrerin in Köln zu arbeiten. Seit 2015 arbeitet sie für die Kölner Verkehrsbetriebe. Dass sie Busfahrerin geworden ist, ist eigentlich ein Zufall. 

Vor elf Jahren arbeitete sie noch an einer Kaffeebude in Köln, Mitarbeitende der KVB machten sie auf den Beruf der Busfahrerin aufmerksam. "Drei Mal habe ich mich beworben, und beim dritten Mal hat es dann endlich geklappt."  

Busfahren in Köln: "Man muss dickes Fell haben"

Die Begeisterung für ihren Beruf ist Rafaela Stanke deutlich anzumerken. Mit einem Lächeln im Gesicht sitzt sie vorne auf dem Fahrersitz und begrüßt die Fahrgäste. Einige Stammgäste geben ihr beim Einsteigen sogar die Hand und freuen sich darüber, sie wiederzusehen.

Das ist auch kein Wunder. Mit einer bemerkenswerten Ruhe lenkt sie den Bus durch die engen, vollen Straßen Kölns - vorbei an Autos, die in zweiter Reihe parken und Radfahrern, die sich im letzten Moment doch noch am Bus vorbeidrängeln. Bei all dem hat die 55-Jährige für jeden ein freundliches Wort oder einen flotten Spruch parat.

Eine lachende Frau mit rot-brauner Ponyfrisur steht an der offenen Tür eines Linienbusses.
"Man muss da einfach ein dickes Fell haben, denn leider bekommt man hier schon Beleidigungen ab." Rafaela Stanke, Busfahrerin bei der KVB

Verständnis für den Gegenüber

Doch nicht alle begegnen ihr mit so viel Freundlichkeit und Respekt. Als Busfahrerin müsse man aufpassen, Beleidigungen nicht mit nach Hause zu nehmen, sagt Stanke. "Ich versuche mich da immer in die andere Person hinein zu versetzen. Wer weiß, was die heute erlebt hat." Einen respektvolleren Umgang wünscht sie sich dennoch. 

Unsere Quellen:

  • Beobachtung der WDR-Reporterin vor Ort
  • Interview mit Busfahrerin Rafaela Stanke

Sendung: WDR.de, Rafaela ist Kölns Lieblings-Busfahrerin, 05.08.2025, 21:14 Uhr

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