Landgericht Köln

Lehrer verliert Beamtenstatus

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Ein pädokrimineller Lehrer verliert den Beamtenstatus. Das hat das Landgericht Köln entschieden. Das Land fordert nun Geld zurück.

Laut dem Kölner Landgericht hat ein 37-jähriger Studienrat Anfang 2023 seine eigene Tochter vergewaltigt. Das Mädchen war damals elf Monate alt. Zudem missbrauchte er als Vertretungslehrer an einem Gymnasium eine damals 16-Jährige im Unterricht. Nun hat der Mann seinen Beamtenstatus verloren. Das hat die Bezirksregierung Köln nach einer erneuten rechtlichen Prüfung entschieden.

BGH-Entscheidung als Grundlage

Grundlage ist eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Demnach wurde der Lehrer wegen einer vorsätzlichen Straftat rechtskräftig zu Freiheitsstrafen von jeweils mehr als einem Jahr verurteilt. Nach dem Beamtenrecht endet das Beamtenverhältnis in einem solchen Fall automatisch.

Die Bezirksregierung hatte den Fall nach den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs und des Landgerichts Köln erneut geprüft. Dabei ging es um die Frage, welche Folgen die inzwischen eingetretene Teilrechtskraft für das Beamtenverhältnis hat.


Der Mann gilt seit dem 25. März 2026 nicht mehr als Beamter. Mit dem Verlust des Beamtenstatus entfällt auch der Anspruch auf Besoldung. Das Land Nordrhein-Westfalen will deshalb zu viel gezahlte Bezüge zurückfordern. Die Bezirksregierung leitet dafür nun die notwendigen Schritte ein.

Bereits nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Februar 2024 durfte der Lehrer nicht mehr unterrichten. Später wurde er vorläufig vom Dienst suspendiert, gegen ihn wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet und seine Bezüge wurden um 40 Prozent gekürzt.

Unsere Quellen:

  • Bezirksregierung Köln

Sendung: WDR.de, Verurteilter Lehrer verliert seinen Beamtenstatus, 06.08.2026, 18:51 Uhr