Am 3. August wurden bei einer Auseinandersetzung zwischen Großfamilien mit Schusswaffen und Messern mehrere Menschen verletzt. Jetzt ermittelt eine Mordkommission gegen zehn Tatverdächtige.
Die Einsatzkräfte untersuchten am Donnerstagmorgen vier Wohnungen in Köln-Mülheim. Die Durchsuchungsbeschlüsse hatte die Staatsanwaltschaft zuvor beim Amtsgericht Köln beantragt. Auch Spezialeinheiten waren im Einsatz.
Durchsuchungen in Köln: Handys, Macheten und ein verdächtiger Mercedes
Durchsucht wurden Wohnungen an der Odenthaler Straße, der Schützenhofstraße und der Berliner Straße. Die Ermittler stellten unter anderem Handys, Datenträger, drei Macheten und ein Messer sicher. Außerdem wurde ein Mercedes abgeschleppt. Das Auto soll noch genauer nach möglichen Beweismitteln durchsucht werden.
Warum die beiden Familien aneinandergerieten, ist weiterhin unklar. Die Ermittler hoffen nun vor allem auf die Auswertung der sichergestellten Handys. Daraus könnten sich Hinweise zum Ablauf und zu den Hintergründen der Auseinandersetzung ergeben.
Die Verletzten waren am Abend des 3. August in Krankenhäuser gebracht worden. Bis auf einen haben inzwischen alle die Kliniken wieder verlassen. Bei einem der beiden Verletzten handelt es sich um das Oberhaupt einer Großfamilie, Alman B. Er wurde 2011 zu zwei Jahren auf Bewährung und 2017 zu zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt.
Unsere Quellen:
- Polizei Köln
- Staatsanwaltschaft Köln
Sendung: WDR.de, Schießerei in Köln-Mülheim: Zehn Verdächtige ermittelt, 20.08.2026, 14:58 Uhr