Warum die Störche hier wieder heimisch sind
Bildquelle: WDRWDR. 47 Sek.. Verfügbar bis 14.07.2028.
Martin Frenk beobachtet mit seinem Fernglas eine Storchenfamilie in ihrem Horst in der Dingdener Heide. Der Vorsitzende des NABU-Kreisverbands Borken lächelt. Er hat allen Grund zur Freude: Vier Storchenpaare brüten in diesem Jahr hier, insgesamt hat der NABU 15 der Schreitvögel gezählt.
Storch galt im Münsterland als fast ausgestorben
Die Störche fühlen sich sichtlich wohl in der Dingdener Heide in Rhede. Und nicht nur dort. Im gesamten Münsterland sind sie zurück, nachdem sie noch vor gut drei Jahrzehnten hier fast als ausgestorben galten.
Störche haben sich im gesamten Münsterland wieder angesiedelt
In der Stadt Münster wurden bis zu 80 Storchenpaare gezählt. Sie nisten vor allem im Allwetterzoo und in der Biologischen Station Rieselfelder. Im Kreis Coesfeld ist die Burg Vischering ein beliebter Nistplatz, im Kreis Steinfurt der NaturZoo in Rheine, im Kreis Warendorf die Emsauen in Westbevern.
Es wurden in der Dingdener Heide extra Feuchtwiesen angelegt, damit die Störche genügend Futter finden.
Bildquelle: WDRDamit der Storch zurück in den Kreis Borken kommt, dafür haben die Naturschützer in den vergangenen Jahren einiges getan. Sie haben unter anderem Nisthilfen aufgestellt. Und der NABU hat dafür gesorgt, dass so genannte Feuchtwiesen angelegt wurden.
NABU: Viel getan, um Störche anzulocken
Das sind Wiesen, auf denen keine Bäume stehen. Sie dienen im Sommer als natürliche Wasserspeicher und locken dadurch Wiesenvögel wie zum Beispiel Kiebitze, aber auch Frösche an. Ein reich gedeckter Tisch für Schreitvögel wie den Storch oder auch den Reiher.
Martin Frenk und seine Kollegen vom NABU-Kreisverband Borken haben viel für die Störche getan.
Bildquelle: WDRNoch mehr Störche sollten es jetzt aber nicht werden, sagt Martin Frenk vom NABU. "Zusätzliche Nisthilfen würden mehr Störche anlocken. Und das gefährdet dann unter Umständen Wiesenvögel, die dort sind!"
Deshalb haben sich die Naturschützer entschieden, keine Nisthilfen in der Dingdener Heide mehr aufzustellen. Nicht um den Storch wieder zu verjagen: "Wir freuen uns sehr, dass der Storch wieder da ist!", sagt Frenk. Sondern, der NABU möchte die anderen Tiere schützen, damit das Naturschutzgebiet Dingdener Heide im Gleichgewicht bleibt.
Unsere Quellen:
- Interview mit Martin Frenk, Vorsitzender NABU-Kreisverband Borken
- Eindrücke des Reporters vor Ort
Sendung: WDR.de, Warum die Störche hier wieder heimisch sind, 15.07.2026, 5:03 Uhr
