Sommerrodelbahn Ibbenbüren: Eine Freizeit-Institution feiert Geburtstag

WDR 03:13 Min. Verfügbar bis 10.07.2028

Jubiläum Was ist das Erfolgsgeheimnis der Sommerrodelbahn Ibbenbüren?

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1926 eröffnete ein Bergmann die Sommerrodelbahn in Ibbenbüren. Über die Jahrzehnte wurde der Park zur Ausflugsinstitution.

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Markus Schröder

Es ist eine seltsame Geschichte. Der Bergmann Hermann Derhake von der Zeche Ibbenbüren sieht 1926 auf einer Kirmes eine Berg- und Talbahn, die beim Publikum groß ankommt - und er beschließt: "So etwas baue ich mir zuhause am Hang des Teutoburger Waldes auch!"

Sommerrodelbahn Ibbenbüren: Alles begann mit 120 Metern Kufenbahn

Das war die Geburtsstunde der Sommerrodelbahn Ibbenbüren, die zu einer Ausflugsinstitution wurde. Anfangs gab es hier tatsächlich nur eine einfache 120 Meter lange Kufenbahn, die die Besucher mit einem Schlitten hinunter rodeln konnten.

Zwei Frauen sitzen an einem Tisch und blättern alte Fotoalben durch

Luisa und Barbara Derhake können mit ihrem familiären Archiv auf 100 Jahre Sommerrodelbahn zurückblicken.

Das Archiv der Familie Derhake berichtet, dass vor dem Krieg erstaunlicherweise nur Erwachsene hier rodelten. Aber weil Ausflüge damals eine beliebte Freizeitbeschäftigung waren und die Bahn in Deutschland einzigartig war, wurde sie sofort zum Erfolg.

Die Boom-Jahre der Sommerrodelbahn in Ibbenbüren

Ihre größte Zeit erlebte die Sommerrodelbahn in den 1960er- und 1970er-Jahren. Denn 1958 hatte die Familie Derhake neben der alten Bahn noch einen Märchenwald gebaut. In vielen liebevoll gestalteten Hütten wurden mit lebensgroßen Puppen bekannte Märchen dargestellt, die den kleinen Besuchern auch über Lautsprecher erzählt wurden. Damals kamen die Besucher aus einer Entfernung von weit über 100 Kilometern hierher.

Eine schwarz-weiß Aufnahme zeigt Kinder vor einem Märchenhaus

In den 1950ern kam zu der Sommerrodelbahn ein Märchenwald dazu.

In den 70er Jahren wurden in Deutschland viele neue Freizeitparks gegründet, die viel spektakulärere Attraktionen boten. Und so lies das Interesse an der Sommerrodelbahn etwas nach. Aber bei Familien mit kleinen Kindern ist sie bis heute noch sehr beliebt, weil sie mit ihrem Retrocharme ein gemütlicher Gegenpol zu vielen modernen Angeboten ist.

Sommerrodelbahn Ibbenbüren ist für Besucher eine Institution

Hier trifft man immer wieder Eltern mit ihren Kindern oder Großeltern mit ihren Enkeln, die sagen: "In meiner Kindheit sah es hier schon genau so aus." Auch Annemarie Knaup besucht bereits seit Jahrzehnten die Sommerrodelbahn in Ibbenbüren. Während sie als Kind hier selbst gerne rodelte, ist sie heute das erste Mal mit ihrem Enkelkind zu Besuch.

"Ich komme hierhin, seitdem ich Kind war. Als Jahrgang 1963 kann man sich vorstellen, wie lange ich hier bin." Annemarie Knaup, Besucherin

Erfolgsgeheimnis der Sommerrodelbahn Ibbenbüren

Eine Frau steht lächelnd im Freizeitpark Ibbenbüren

Annemarie Knaup kommt immer wieder gerne in den Freizeitpark.

Die Familie Derhake will die Sommerrodelbahn und den Märchenwald auch in Zukunft nur sehr zurückhaltend modernisieren. Denn ein Erfolgsgeheimnis der Ausflugsinstitution ist, dass hier die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

"Das ist wie der eigene Garten. Das eigene Zuhause." Luisa Derhake, Leiterin der Sommerrodelbahn und Urenkelin des Gründers

Wer hierherkommt, findet vieles noch so vor wie vor Jahrzehnten - und genau das macht den Reiz aus. So ist die Sommerrodelbahn Ibbenbüren bis heute ein Ausflugsziel, das Jung und Alt begeistert.

Unsere Quellen:

  • Familie Derhake, Betreiber der Sommerrodelbahn Ibbenbüren
  • Eindrücke und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort

Sendung: WDR.de, Die älteste Sommerrodelbahn Deutschlands, 12.07.2026, 05:00 Uhr

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