Ende Mai wurde zuletzt Atommüll von Jülich nach Ahaus gebracht. Die mehr als einmonatige Transportpause soll nun enden. Nach WDR-Informationen werden in den Nächten zu Mittwoch und auch zu Donnerstag wieder Großeinsätze für Castortransporte starten. Und zwar in engerem Takt, als zuletzt.
Konkret sollen zwar zunächst keine Konvois der Schwertransporter gebildet werden. Warum, bleibt unklar. Allerdings soll es nun erstmals zwei Transporte in einer Woche geben, mit nur einem Tag Abstand. Den engen Zeitplan wird es aber wohl nicht retten.
Bundesamt ließ Hintertüre offen
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, kurz BASE, hat die Transporte bis Ende August 2027 genehmigt. Nach Angaben von JEN Jülich (Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen) droht dieser Zeitplan zu scheitern. Es käme nicht unerwartet. Es gab aber von vornherein die Option, ein Jahr dranzuhängen.
Das Brennelemente-Zwischenlager genießt Polizeischutz
In Konsequenz hat das auf strahlenden Abfall spezialisierte Transportunternehmen Orano jetzt eine Verlängerung beantragt. So hat es das Bundesamt inzwischen bestätigt. Die Behörde will sich nun Zeit für eine Entscheidung nehmen.
"Transporte gefährlich und sinnlos"
Heiner Möllers von der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" stellt die Transporte grundsätzlich in Frage. Eine Verlängerung des Zeitplans würde Menschen entlang der 170 Kilometer langen Transportroute außerdem zusätzlich beeinträchtigen. Denn die Polizei sperrt hierfür jeweils über viele Stunden Straßen und Bereiche.
Heiner Möllers ist Vorsitzender der Bürgerinitiative
Unsere Quellen:
- Vertrauliche Informationen von WDR-Reporter
- JEN Jülich
- Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
- Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus"
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 06.07.2026, 11.31 Uhr