Wallaby Bob fühlt sich in Vreden wohl
WDR. 02:34 Min.. Verfügbar bis 11.03.2028.
Alfons Beuting öffnet das Gatter zum Gehege. Es grenzt direkt an seinen Hof in der Vredener Bauerschaft Zwillbrock. Bis vor zwei Wochen lebte hier sein Känguru "Bibi" noch alleine. Jetzt hüpft ein weiteres kleines Känguru über die Wiese, genau wie Bibi auch ein Wallaby.
Es ist das Tier, das die Polizei vor zwei Wochen in Ahaus-Ottenstein eingefangen hatte. Es war offenbar irgendwo ausgebüxt. Aber noch immer ist unklar, woher das Känguru stammt.
Bob und Bibi als Wallaby-Team
Landwirt Alfons Beuting kümmert sich um Wallaby Bob.
"Ich nenne es Bob! Bibi und Bob, das passt doch", sagt Alfons Beuting. Der Landwirt hatte sich bereit erklärt, das männliche Wallaby übergangsweise aufzunehmen. Bob geht es gut. Bob frisst, hüpft und genießt an diesem Vormittag die Sonne im Münsterland. Wallabys sind ohnehin nicht gern alleine und lassen sich am besten in der Gruppe halten.
Känguru gilt als Fundsache
Ein halbes Jahr hat der eigentliche Besitzer von Bob jetzt Zeit, sich zu melden. Erst dann könne man schauen, wie es weitergeht, sagt Michael Gerling, der Leiter des Ordnunsamtes in Ahaus.
"Weil das Tier als Fundsache gilt, müssen wir jetzt sechs Monate warten." Michael Gerling, Leiter des Ordnungsamts Ahaus
Möglicherweise ist Bob das Känguru in den Niederlanden entlaufen, sein Besitzer wird noch gesucht.
Als das Känguru eingefangen wurde, sind Kosten entstanden für den Polizeieinsatz und auch die Pflege in einer Tierklinik. Diese Kosten kämen dann natürlich auf den eigentlichen Besitzer zu. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand meldet, relativ gering. Ein neues Wallaby wäre wahrscheinlich günstiger.
Bob hilft bei der Heckenpflege mit
Beuting richtet sich schon darauf ein, dass Bob vielleicht für immer bei ihm und Bibi in Zwillbrock bleiben wird. Wallabys seien sehr pflegeleicht, sie essen zum Beispiel Äpfel, Möhren und alles, was grün ist, erklärt er.
Für sechs Monate gilt das entlaufene Känguru erst mal als Fundsache.
Auch Blätter von der angrenzenden Hecke stehen auf dem Speiseplan der kleinen Kängurus: "Die brauche ich dank Bibi überhaupt nicht schneiden". Und Bibi bekommt dabei jetzt Hilfe von Bob.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Landwirt Alfons Beuting
- Beobachtungen unseres Reporters vor Ort
- Gespräch mit Michael Gerling, Leiter Ordnungsamt Ahaus
Sendung: WDR.de, Wallaby Bob fühlt sich in Vreden wohl, 07.05.2026, 16:05 Uhr