Kunden bringen Äpfel, sie machen Saft draus
Bildquelle: WDR / Marco PoltronieriWDR. 1 Min. 30 Sek.. Verfügbar bis 25.08.2028.
Alfred Brüggemann ist gleich mit dem Traktor gekommen, um seine Äpfel vorbeizubringen. 200 Kilogramm Äpfel hat der rüstige Rentner damit zur Apfelmosterei von Matthias Post transportiert. Der Besitzer einer großen Obstwiese hat zwar viele Geschwister, die gerne mal einen Apfelkuchen machen - aber die Erntemenge übersteigt das in diesem Jahr bei weitem!
200 Kilo Äpfel, alleine von seinem Acker
Bildquelle: WDR / Marco PoltronieriHitze macht die Äpfel klein, die Sonne macht sie süß
Deshalb soll aus der Apfelmenge nun ein veritabler Apfelsaft werden. Aus seinen 200 Kilogramm Äpfeln werden bei Matthias Post 140 Liter Apfelsaft gepresst. Jeden Tag bringen seine Kunden jede Menge Äpfel, trotz Hitze und Dürre der letzten Monate.
Matthias Post ist glücklich im Stress
Bildquelle: WDR / Marco Poltronieri"Die Apfelbäume hängen brechend voll! Die Trockenheit hat zwar ein bisschen Ertrag gekostet und die Äpfel sind kleiner als sonst, aber dafür schön süß wegen der Sonne." Matthias Post, Mosterei-Besitzer
Eine vollautomatische Saft-Anlage
Und so funktioniert's: Die Kunden buchen auf seiner Homepage einen Termin, um ihre Äpfel zu bringen. Die wandern dann in spezielle Container und werden in die Mostmaschine verfrachtet. Dort werden sie vollautomatisch gereinigt, unter Umständen aussortiert, zerkleinert und ausgepresst. Eine Zentrifuge trennt anschließend die Trübstoffe ab. Dann wird der Saft noch auf 80 Grad erhitzt, damit er bis zu zwei Jahre haltbar bleibt.
Fünf bis Acht Tonnen Äpfel kommen hier täglich an
Bildquelle: WDR / Marco PoltronieriAnschließend können die Kunden ihren so gewonnenen Saft wieder abholen, in vorgefertigten Papp-Kanistern mit einer Füllmenge von drei oder fünf Litern. Die fünf-Liter-Box mit bestem Bio-Apfelsaft ohne Zusätze kostet elf Euro.
Apfel pressen ist Familiensache
Um die jetzt anfallende Menge zu bewältigen, muss bei Posts die ganze Familie ran. Mattias Posts Ehefrau kümmert sich ums Abfüllen und die Verpackung, Tochter Daniela und Sohn Michael bedienen die Mostmaschine. Für Matthias Post bleibt dann immer noch genug Arbeit. "Uns macht das unheimlich Spaß. 2018 haben wir damit angefangen und es bis heute keinen Tag bereut!"
Am Ende gibts Tütenweise Saft
Bildquelle: WDR / Marco PoltronieriJeden Tag werden nun zwischen fünf und acht Tonnen Äpfel verarbeitet. Gepresst wird bis Anfang November, aus dem ganzen Münsterland werden ihm Äpfel gebracht. Und was kommt nach dem Saft? Mattihas Post lächelt: "Dann machen wir Apfelchips!"
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des Reporters vor Ort
- Gespräch mit Kunden und der Familie Post
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 25.08.2026, 19:30 Uhr
