Friedhöfe in Ibbenbüren Muslimische Begräbnisse nur für Einheimische

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Das hat der Rat der Stadt am Freitagabend entschieden. Er hat sich einstimmig für eine Änderung der Friedhofssatzung ausgesprochen. Die Nachfrage nach muslimischen Grabfeldern auf den städtischen Friedhöfen in Ibbenbüren aus umliegenden Kommunen war zuletzt sehr groß.

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Tom Schneider

Die Stadt sah sich gezwungen zu handeln. Es drohte, dass auf den städtischen Friedhöfen in weniger als drei Jahren alle muslimischen Gräber belegt sein könnten.

Der Grund: Nicht nur Familien aus Ibbenbüren wollen ihre Angehörigen hier beerdigen lassen. Auch aus Hörstel, Hopsten und dem benachbarten Niedersachsen kommen regelmäßig Anfragen, erklärte die Stadt.

Ibbenbüren begrenzt Vergabe: Große Nachfrage nach muslimischen Gräbern

WDR 00:45 Min. Verfügbar bis 16.06.2028

Platz ist begrenzt

Nach islamischer Tradition dürfen Gräber nicht wiederbelegt werden. Neue Grabstätten müssen stattdessen auf ungenutzten Flächen entstehen. Für Menschen, die nach muslimischem Ritus bestattet werden möchten, ist der Platz somit begrenzt.

"Aus diesem Grund wollen wir mit diesen Flächen sparsam umgehen und diese spezielle Grabart den Ibbenbürenern zu Verfügung stellen." Uwe Manteuffel, Stadt Ibbenbüren

Konsequenzen für auswärtige Muslime

Damit ist auch der Integrationsausschuss der Stadt Ibbenbüren einverstanden. Er hatte sich bereits im Juni dazu geäußert. Jetzt hat der Rat der Stadt endgültig entschieden, dass die muslimischen Grabfelder nur Ibbenbürener Muslimen vorbehalten sind.

Das hat Konsequenzen für die Muslime, die zwar in Ibbenbüren die Moschee besuchen, aber in Nachbarorten leben. Sie dürfen künftig nicht mehr auf den städtischen Friedhöfen in Ibbenbüren bestattet werden.

Muslimische Begräbnisse nur für Einheimische

WDR 10.07.2026 00:25 Min. Verfügbar bis 09.07.2028 WDR Online

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Muslimische Grabfelder in Nachbarkommunen

Bisher gibt es laut eines Berichts der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft an der Universität Frankfurt sieben ausgewiesene Grabfelder für Muslime im Kreis Steinfurt. Die sind - neben Ibbenbüren - in Greven, Emsdetten, Rheine, Neuenkirchen, Steinfurt und Westerkappeln.

Auch in Lengerich ist die Nachfrage groß: Hier ist ein weiteres Grabfeld auf dem evangelischen Friedhof geplant. Das hat die dortige Kirchengemeinde bestätigt. Dem muss die zuständige Landeskirche aber noch zustimmen.

Die Gemeinde rechnet damit, dass es noch ein bis zwei Jahre dauern kann, bis dort erste muslimische Bestattungen stattfinden können.

Unsere Quellen:

  • Reporter vor Ort
  • Stadt Ibbenbüren
  • Evangelische Gemeinde Lengerich
  • Bericht der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft der Uni Frankfurt am Main

Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 16.06.2026, 10:30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 16.06.2026, 19.30 Uhr.

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