Ein kanadischer Trapper auf Heimaturlaub im Münsterland

Bildquelle: WDR/Markus Schröder

WDR 2 Min. 28 Sek. Verfügbar bis 08.09.2028

Zu Besuch in der Heimat Trapper Fritz über sein "wildes Leben" in Kanada

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Vereiste Berge, zugefrorene Seen, verschneite Nadelwälder: Den Münsterländer Franz Dieck zieht es 1970 nach Kanada. Dort beginnt er ein neues Leben als Trapper. Aktuell ist er auf Heimatbesuch.

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Markus Schröder

Seit über 50 Jahren lebt Fritz Dieck nun schon in der kanadischen Wildnis. Und dort ist er glücklich. Zurück nach Deutschland kommt er trotzdem immer wieder. Wenn auch nur kurz. Gerade ist er zu Besuch in seiner alten Heimat: im nördlichen Münsterland.

Vom Stahlarbeiter zum Trapper, vom Münsterland nach Kanada

Wenn Dieck vor der Gempthalle in Lengerich steht, dann drehen sich die Leute nach ihm um. Denn einen alten Mann mit Cowboyhut und Cowboystiefeln sieht man hier nicht alle Tage.

Ein lächelnder Mann mit Cowboyhut.
"Das Münsterland ist meine alte Heimat. Ich habe hier Menschen, zu denen ich eine innere Liebe hege." Fritz Dieck, Trapper in Kanada

Dieck zeigt seiner Frau Gabriela die ehemalige Industriehalle, denn genau hier hat er vor 70 Jahren seine Ausbildung zum Stahlformer gemacht. Sie lacht als er das erzählt: "Lange her, sehr lange her."

Zu Zweit ganz allein - Fallenstellen, Jagen, Angeln

Bis zu seinem 30. Lebensjahr hat Dieck in der Metallbranche gearbeitet, dann ist er nach Kanada ausgewandert, um Trapper zu werden. Seit 1986 hat er ein eigenes Revier, wo er überwiegend Biber, Luchse und Vielfraße jagt.

Die ersten Jahre war er allein. Vor 20 Jahren lernte er dann bei einem Heimatbesuch seine heutige Frau kennen. Sie folgte ihm in die Wildnis, in ein Revier, das halb so groß ist wie das Saarland.

Der Trapper Fritz Dieck mit seiner Frau schauen über die Kamera in die Ferne.
"Es ist sehr einsam dort. Das hält nicht jeder aus." Gabriela Dieck, lebt seit 20 Jahren mit ihrem Mann in Kanada

Heimweh nach Kanada, nach Wildnis und Einsamkeit

Hier in Deutschland ist es natürlich überhaupt nicht einsam. Die beiden haben in den letzten Wochen Freunde und Verwandte besucht, aber jetzt reicht es, sagen sie. Sie haben Heimweh nach Kanada, nach der Wildnis und der Einsamkeit.

Wieder in Deutschland zu leben, das können die beiden sich nicht vorstellen. Und das obwohl Fritz Dieck jetzt 86 Jahre alt ist. Aber Angst vor irgendwelchen Krankheiten hat er nicht. "Das Leben in der Wildnis hält mich fit", sagt er.

Unsere Quellen:

  • Gespräche mit Fritz Dieck und Gabriela Dieck
  • Eindrücke des WDR-Reporters

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 08.09.2026, 19.30 Uhr

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