Zollbeamte durchsuchen mehrere Kisten mit u.a. Dokumenten.

Gleich neun Objekte wurden durchsucht.

Razzia im Kreis Steinfurt Millionen-Schaden durch Schwarzarbeit?

Stand:

Die Staatsanwaltschaft Münster hat eine Baufirma im Kreis Steinfurt im Visier. Der Verdacht: Schwarzarbeit in großem Stil.

Mehr als 100 Einsatzkräfte von Zoll, Polizei und Steuerfahndung haben am Donnerstag (21.05.2026) in Emsdetten, Ibbenbüren, Neuenkirchen und Rheine insgesamt neun Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht.

Dabei stellten sie neben einer großen Menge Geschäftsunterlagen auch eine scharfe Waffe mit Munition, eine Schreckschusspistole, ein verbotenes Springmesser und 1.400 Euro Bargeld in verschiedenen ausländischen Währungen sicher.

Sprengstoffspürhund der Polizei mit einem Zollbeamten im Einsatz.

Razzia mit Sprengstoffspürhund: Einsatzkräfte durchsuchten jeden Winkel

Hoher Schaden durch Schwarzarbeit

Die Staatsanwaltschaft Münster hatte den Einsatz angeordnet. Ihr Verdacht: Die Baufirma habe Arbeitnehmer schwarz beschäftigt. Sie habe sie nicht bei der Sozialversicherng und beim Finanzamt gemeldet und deshalb auch keine Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge sowie Steuern bezahlt, erklärte das Hauptzollamt Münster. Dadurch sei ein Schaden von mindestens 930.000 Euro entstanden.

"Es steht zu vermuten, dass sich die bisherige Schadenssumme, die als Tatzeitraum die Jahre 2021 bis heute erfasst, noch deutlich erhöhen wird." Britta Flothmann, Sprecherin des Hauptzollamtes Münster

Nach Auskunft der Behördensprecherin wird es noch Wochen dauern, bis die bei der Razzia sichergestellten Gegenstände und Geschäftsunterlagen ausgewertet sind.

Razzia bei Baufirma im Kreis Steinfurt

WDR Studios NRW 21.05.2026 00:43 Min. Verfügbar bis 20.05.2028 Von Hartmut Vollmari

Unsere Quellen:

  • Hauptzollamt Münster

Sendung: WDR 2 Münsterland, 21.05.2026, 17:31 Uhr

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