Krisenstimmung am Marienhospital in Oelde

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WDR 1 Min. 59 Sek. Verfügbar bis 04.09.2028

400 Jobs vor dem Aus? Marienhospital Oelde schließt zum Jahresende

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400 Beschäftigte bangen um ihren Job: Warum der Träger des Marienhospitals so entschieden hat, und was jetzt auf Oelde zukommt.

Für die Stadt ist es ein Schock: Das Marienhospital, das einzige Krankenhaus in Oelde, soll zum Jahresende geschlossen werden. Für rund 400 Angestellte, Pfleger und Ärzte wäre dann erstmal Schluss. Das hat der Träger, die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO), am Donnerstagabend in einer Mitteilung an die Beschäftigten verkündet.

Marienhospital in Oelde schon länger in der Krise

Der Träger schrieb in einer Pressemitteilung, er bedauere diese Entscheidung. Diese sei das Ergebnis einer über mehrere Jahre zunehmend schwierigen strukturellen, medizinischen und wirtschaftlichen Entwicklung.

"Die stationären Fallzahlen und die damit verbundenen Umsätze sind kontinuierlich zurückgegangen." Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen

Die Geburtshilfe und die Geriatrie sind bereits Anfang 2025 geschlossen worden, mit weiteren Einschränkungen sei zu rechnen, heißt es in der Pressemitteilung der KHO weiter. "Dadurch sind die Möglichkeiten, das Marienhospital im regionalen Wettbewerb wirtschaftlich tragfähig weiter zu entwickeln, erheblich eingeschränkt."

Deshalb: Überraschend kommt das Aus nicht. Schon vor einigen Wochen musste die KHO einräumen, dass das Oelder Krankenhaus in ernsthaften Schwierigkeiten steckt. Jetzt zieht der Träger also die Konsequenzen.

Das Schild des Marien-Hospitals Oelde, im Hintergrund ein graues Gebäude.

Am Donnerstag wurde die Belegschaft der Klinik informiert.

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400 Arbeitsplätze im Krankenhaus stehen vor dem Aus

Für die Beschäftigten kam die Entscheidung trotzdem sehr kurzfristig.

"Wir sind so verzweifelt. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen." Natalia Redich, Mitarbeiterin im Marienhospital Oelde

Rund 400 Menschen arbeiten im Marienhospital Oelde. Für sie bedeutet die Schließung erst einmal vor allem eines - Unsicherheit. Viele fragen sich, wie es für sie weiter gehen soll.

Die KHO erklärte, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. "Wir werden zeitnah Gespräche mit allen Mitarbeitenden über berufliche Perspektiven und
Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der KHO führen.
"

Versorgung in der Region angeblich ausreichend

Die Hospitalvereinigung betreibt außerdem Kliniken in Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Harsewinkel, Herford und Bielefeld. Dort werde die medizinische Versorgung wie gewohnt fortgeführt.

Offen ist bislang, was in Oelde aus den Arbeitsplätzen wird und wie dort die medizinische Versorgung der Menschen gesichert werden kann. Laut KHO führe die Schließung des Marienhospitals nicht zu einer stationären Unterversorgung in der Region. Es gebe auch noch genug andere Krankenhäuser.

"Das ist eine bittere Nachricht für Oelde"

Die SPD-Kreistagsfraktion Warendorf bedauert das Aus der Klinik. "Das ist eine bittere Nachricht für Oelde", sagt Dennis Kocker, der Vorsitzende der Fraktion. Der Kreis als Träger des Rettungsdienstes müsse jetzt prüfen, welche Auswirkungen die Schließung habe. Rettungswagen müssten ja jetzt andere Kliniken anfahren und dabei ist die Frage, wie lange sie dafür brauchen.

Marienhospital Oelde schließt zum Jahresende

WDR Studios NRW 04.09.2026 39 Sek. Verfügbar bis 03.09.2028 WDR Online

Marienhospital Oelde schließt Ende 2026

WDR 04.09.2026 29 Sek. Verfügbar bis 03.09.2028

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO)
  • Pressemitteilung der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO)

Sendung: WDR.de, Marienhospital Oelde schließt Ende 2026, 04.09.2025, 13:28 Uhr

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