Zu sehen sind Flamingos.

Vorläufige Entwarnung nach Vogelgrippe - Fall im Krefelder Zoo

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Nach dem Tod eines Flamingos, der an Vogelgrippe erkrankt war, gibt der Krefelder Zoo Entwarnung. Offenbar sind keine weiteren Vögel mit dem Virus infiziert. Trotzdem müssen Vorsichtsmaßnnahmen weiter aufrecht erhalten werden.

Von Iman Uysal

Alle Proben seien negativ gewesen, teilte der Zoo mit. Nachdem in der vergangenen Woche ein an Vogelgrippe erkrankter Flamingo verstorben war, haben die Mitarbeiter des Zoos zusammen mit dem Veterinäramt alle rund 380 Vögel des Zoos auf das Virus getestet - wie Flamingos, Strauße oder Papageien.

Die Auswertung der Proben war eigentlich für Montag erwartet worden, hatte aber bis Donnerstag gedauert, weil mehrere Proben nicht auswertbar waren und erneut genommen werden mussten.

Mehrere Tierbereiche gesperrt

Trotz der negativen Testergebnisse sind weiterhin mehrere Bereiche des Zoos bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Betroffen sind das Regenwaldhaus, das Vogelhaus und der Pinguin-Pool. Ziel ist es, eine mögliche Ausbreitung des Virus zu verhindern. Der restliche Zoo bleibt aber regulär geöffnet.

Mitarbeiter des Zoos werden die Tests auf Vogelgrippe in ungefähr drei Wochen erneut durchführen. "Das ist extrem aufwendig", erklärt Petra Schwinn vom Zoo Krefeld, "von allen 380 Vögeln müssen nochmal Proben genommen werden". Erst wenn die Testergebnisse erneut negativ sind, sollen wieder alle Teilbereiche des Zoos öffnen.

Infektion bestätigt

Der Flamingo war in der Weihnachtswoche verendet. Das Friedrich-Loeffler-Institut, das deutschlandweite Forschungsinstitut für Tiergesundheit, bestätigte eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus. Der Zoo hat daraufhin Hygienemaßnahmen und die Futterversorgung angepasst. Aus epidemiologischer Sicht handele es sich beim Zoo um einen geschlossenen Betrieb, teilte dass Institut mit. Auswirkungen auf weitere Geflügelhalter in Krefeld und Umgebung habe die Infektion nach Angaben des Zoos zunächst nicht.

Schutz- und Überwachungszonen aufgehoben

Im Kreis Viersen sind die eingerichteten Schutz- und Überwachungszonen im Westen von Krefeld am 6. Januar aufgehoben worden. Trotz der Aufhebung schätze das Friedrich-Loeffler-Institut das Risiko durch Wildvögel weiter als hoch ein.

Geflügelhalter werden gebeten, ihre Tiere möglichst aufgestallt zu lassen und Kontakt mit verendeten Vögeln zu vermeiden.

Vogelgrippe in NRW

Seit Ende September wurde der Erreger der Vogelgrippe in mehreren Geflügelbetrieben und bei Wildvögeln in NRW nachgewiesen. Eine Ansteckung des Menschen gilt als möglich, aber äußerst selten.

Rabatt auf Eintrittskarten

Da nicht alle Bereiche zugänglich sind, reduziert der Zoo die Preise für Tageskarten um 50 Prozent. Besucher können den ermäßigten Betrag freiwillig durch eine Spende aufstocken.

Vorläufige Entwarnung nach Vogelgrippe - Fall im Krefelder Zoo

WDR Studios NRW 08.01.2026 00:41 Min. Verfügbar bis 08.01.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
  • Zoo Krefeld

Sendung: WDR.de, Vogelgrippe im Krefelder Zoo, 08.01.2026, 16:15 Uhr

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