Munitionsfund in Goch: Jugendlicher verletzt

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WDR 22 Sek. Verfügbar bis 26.08.2028

Metalldetektor-Fund in Goch Munition explodiert in Hand von Jugendlichem

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Eigentlich nur aus Spaß wollte ein 16-Jähriger ein Feld mit dem Metalldetektor abkämmen - doch der Ausflug endete im Krankenhaus.

Ein leises Piepen im Ohr, die Hoffnung auf einen spannenden Fund aus der Vergangenheit: Es ist ein Hobby, das eine ganz eigene Faszination ausübt. Mit dem Metalldetektor ausgestattet streifen Sondengänger über Felder, Wälder und Wiesen auf der Suche nach alten Münzen, historischen Knöpfen oder einfach dem Reiz des Verborgenen.

In Gocher Ortsteil Kessel wurde die Suche nach Relikten für einen 16-Jährigen jetzt fast zur Tragödie. Am Dienstagnachmittag zog es den jungen Niederländer auf einen Acker an der Kranenburger Straße - doch was er dort im Erdreich ausgrub, war kein harmloser Schatz aus vergangenen Jahrhunderten.

Der Moment der Explosion

Gegen 16 Uhr schreckte ein lauter Knall die Nachbarn auf. Statt der erhofften historischen Entdeckung hielt der Jugendliche eine alte Patrone in der Hand - und genau in diesem Moment detonierte die Munition. Zunächst sprach die Polizei sogar von einer Handgranate, am Ende stellte sich heraus: Es war "nur" eine Patrone, aber mit ausreichend Schwarzpulver gefüllt, um verheerende Verletzungen anzurichten.

Der 16-Jährige hatte riesiges Glück im Unglück. Er wurde zwar schwer genug getroffen, um mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht zu werden, erlitt aber nach ersten Angaben der Einsatzkräfte keine lebensgefährlichen Verletzungen.

Der Niederrhein als unsichtbares Archiv

Dass solche Funde am Niederrhein keine Seltenheit sind, wissen Experten und Polizei allzu gut. Die Region war im Zweiten Weltkrieg Schauplatz heftiger Kämpfe. Noch heute schlummern unzählige Relikte - von Munition bis hin zu scharfen Kampfmitteln - im Erdreich, oft nur von einer dünnen Schicht Erde bedeckt.

Die Behörden betonen nach dem Vorfall in Goch-Kessel noch einmal eindringlich: Wer beim Sondeln oder Spazierengehen auf verdächtige Gegenstände, Patronen oder Munition stößt, darf diese unter keinen Umständen berühren. Für den 16-jährigen Niederländer endete der Ausflug mit einem Schreck, der glimpflich ablief - und der Erinnerung daran, dass unter der Grasnarbe manchmal Gefahren lauern, mit denen man niemals rechnet.

Munition explodiert in Hand von Jugendlichem

WDR 26.08.2026 29 Sek. Verfügbar bis 25.08.2028

Unsere Quellen:

  • Kreispolizei Kleve

Sendung: WDR.de, Munition explodiert in Hand von Jugendlichem, 26.08.2026, 11:43 Uhr

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