Vermeintliche Granate am Rhein in Duisburg sorgt für Aufsehen
Bildquelle: WDR/Kai TossWDR. 2 Min. 35 Sek.. Verfügbar bis 10.08.2028.
Bei einem Sonntagsspaziergang am Rheinufer in Duisburg-Mündelheim entdeckte ein WDR-Reporter einen metallischen Gegenstand, der einer Granate ähnelte. Das Objekt ist etwa 40 Zentimeter lang und rund zehn Zentimeter breit.
Weil zunächst unklar war, worum es sich handelt, rief der Reporter die Polizei. Die Beamten sicherten den Fundort, machten Fotos und schalteten Experten des Landeskriminalamtes NRW ein. Einige Stunden später wurde der Gegenstand zur Untersuchung abgeholt.
Bei Niedrigwasser werden mehr verdächtige Gegenstände gefunden.
Bildquelle: Polizei DuisburgEntwarnung nach Überprüfung
Seit Montagmorgen steht fest: Es war keine Granate. Das teilte die Polizei Duisburg mit. Was genau gefunden wurde, bleibt erstmal offen. Für die Einsatzkräfte war der verdächtige Fund dennoch Grund genug, das Objekt vorsichtshalber genauer untersuchen zu lassen.
So reagierst du bei einem verdächtigen Fund richtig:
- Gegenstand nicht berühren
- Fund an die örtliche Kommune oder Polizei telefonisch melden
- An der Fundstelle bleiben und bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte sicherstellen, dass keine anderen Personen den Gegenstand berühren
Mehr Einsätze wegen Niedrigwasser
Laut Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland, zuständig für die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln, gibt es wegen des Niedrigwassers am Rhein derzeit deutlich mehr Einsätze. Täglich gehen bis zu 15 Meldungen ein. Gefunden werden unter anderem Gewehrmunition, Artilleriegranaten oder andere Überreste von Kampfmitteln. Von all diesen Funden kann eine Gefahr ausgehen.
Die hinzugerufene Polizei hat den Fundort abgesichert
Bildquelle: WDR/Kai TossWeitere Verdachtsfälle in Duisburg
Der vermeintliche Blindgänger in Mündelheim war am Sonntag nicht der einzige Einsatz dieser Art im Duisburger Stadtgebiet. In Friemersheim wurde demnach mutmaßlich eine Brandbombe gefunden. Nach Angaben der Polizei sei weißer Rauch ausgetreten, woraufhin der Kampfmittelbeseitigungsdienst angerückt sei.
Auch im Stadtteil Laar wurde die Polizei alarmiert. Vor Ort stellte sich der verdächtige Fund jedoch schnell als harmlos heraus. Das vermeintliche Kampfmittel war letztlich nur ein unverdächtiges Schiffsteil. Weitere Funde entpuppten sich beispielsweise als Betonstücke, Eisenteile oder Ähnliches.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- Polizei Duisburg
- Bezirksregierung Düsseldorf und Köln
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 10.08.2026, 18:00 Uhr