Aktion gegen Obdachlosigkeit im Petrusheim Weeze

Bildquelle: WDR/Christian Zens

WDR 1 Min. 53 Sek. Verfügbar bis 16.09.2028

Aktion im Petrusheim Weeze Wohnungslose laden zu einem Teller Suppe ein

Stand:

In Weeze hat das Petrusheim mit einer symbolischen Suppe für seine Arbeit gegen Obdachlosigkeit geworben.

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Christian Zens

In Weeze hat am Mittwoch das Petrusheim für seine Arbeit gegen Obdachlosigkeit geworben. An einer festlich geschmückten Tafel luden Bewohner und Verantwortliche der Wohnungsloseneinrichtung "zu Tisch" - mit einer symbolischen Suppe.

Obdachlosigkeit in allen sozialen Schichten

"Wenn wir nur einen Menschen pro Jahr wieder in ein selbständiges Leben bringen, dann ist das für uns ein großer Erfolg", sagt Maike Schellen, Mitarbeiterin im sozialen Dienst des Petrusheims. Sie weiß, dass Obdachlosigkeit ganz schnell jeden treffen kann.

Eine Frau steht draußen vor einem gedeckten Tisch und lächelt in die Kamera
"Das geht durch alle Schichten, vom Arbeiter bis zum Arzt. Wir versuchen, den Menschen mit Würde zu begegnen, ihnen eine Lebensstruktur zu geben und sie im Idealfall wieder in ein eigenverantwortliches Leben zu entlassen." Maike Schellen, Mitarbeiterin im sozialen Dienst des Petrusheims

Das Problem der Wohnungslosigkeit sei größer geworden, sagt Schellen weiter. Das Petrusheim hat aktuell eine Warteliste zur Aufnahme von neuen Bewohnern. 

Nach sieben Jahren auf eigenen Beinen stehen

Markus Schlicht hat sieben Jahre im Petrusheim gewohnt. Seit drei Wochen lebt er in einer Zweier-WG. Betreutes Wohnen. Zweimal pro Woche geht der 55-Jährige in der Wäscherei des Petrusheims arbeiten. Ein Anfang.

Ein Mann mit schwarzer Jacke und blauem Oberteil schaut in die Kamera
"Ich war vier Jahre auf der Straße, jetzt bin ich dankbar. Mal gucken, wie weit ich noch auf eigenen Füßen leben kann!" Markus Schlicht, ehemaliger Bewohner des Petrusheims

Jeder kleine Erfolg zählt

Vom Petrusheim bekommt er Unterstützung, damit es klappt. Doch die Mitarbeiterinnen im Sozialdienst wissen auch: Am Ende gelingt es vielleicht ein, zwei Bewohnern pro Jahr, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. Aber für jeden einzelnen lohne sich die Mühe.

Unsere Quellen:

  • Gespräche mit Maike Schellen und Markus Schlicht
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
  • Rheinischer Verein für Katholische Arbeiterkolonien e. V.

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, 16.09.2026, 19:30 Uhr

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