Grundsätzlich sei es legal, mit so einem Auto herumzufahren, sagt die Bundespolizei Kleve dem WDR. Das in Kaldenkirchen-Hülst gestoppte Exemplar erinnert zwar an ein altes Polizeiauto, unterscheidet sich aber genug von den neuen Autos, mit denen die echten Beamten aktuell fahren.
Trotzdem hat die Polizei den Wagen mit der auffälligen Beschriftung am späten Dienstagabend kontrolliert. Die Polizisten prüften die Kennzeichen und bemerkten, dass das Fahrzeug nicht zugelassen ist. Außerdem fehlte eine Versicherung. Am Steuer saß eine 27-jährige Frau. Sie war aber nicht die Halterin des Wagens, sondern ihr 21-jähriger Bruder. Der saß im Auto direkt dahinter.
Falsche Google-Recherche als Ausrede
Die beiden Fahrer sagten den Beamten, dass es laut Google legal sei, ohne Versicherung von der Werkstatt nach Hause zu fahren. Diese Information stimmt aber nicht. Wer die entsprechende Suchmaschine benutzt und die Frage eintippt, bekommt prompt diesen Satz hier von der Google-KI Gemini ausgespuckt: "Nein, es ist streng verboten, ein unversichertes Fahrzeug von der Werkstatt nach Hause zu fahren." Außerdem sei die Ausrede mit der Werkstatt am späten Abend nicht plausibel, sagt die Polizei.
Die Beamten haben die falschen Kennzeichen mitgenommen und ermitteln jetzt auch wegen der fehlenden Versicherung. Es droht eine Geldstrafe. Die Geschwister durften mit dem zweiten unbeschrifteten Auto nach Hause fahren.
Polizei stoppt "Polisei" in Kaldenkirchen
Bildquelle: Bundespolizei KleveWDR. 05.08.2026. 00:30 Min.. Verfügbar bis 04.08.2028.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Bundespolizei Kleve
- WDR-Gespräch mit der Bundespolizei Kleve
- Eigene Suchanfrage bei Google
Sendung: WDR 2, WDR 2 für Rheinland, Ruhrgebiet und Niederrhein, 05.08.2026, 13:30 Uhr