Eine Recycling-Revolution aus Dormagen?

Bildquelle: WDR / Thorsten Risch

3 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 03.12.2027

Eine Recycling-Revolution aus Dormagen?

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Ein Verfahren, das TetraPaks recyceln kann, wäre eine echte Revolution: ressourcenschonend, effizient und wirtschaftlich - ein Ingenieur aus Dormagen will es mit Hilfe von Investoren deutschlandweit einsetzen.

Von Thorsten Risch

Der Verbund aus Zellstoff, Kunststoff und Aluminium macht eine saubere Trennung schwierig und das Recycling von Tetra Paks oft unwirtschaftlich. Nun hat ein Ingenieur aus Dormagen ein neues Verfahren entwickelt, das diese Hürde überwinden soll – und spricht von einer möglichen Revolution.

Portrait von einem Mitarbeiter

Philipp Althöfer, Ingenieur

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Das voneinander zu trennen - umweltfreundlich und wirtschaftlich - war Philipp Althöfers Ziel. Der promovierte Biologe aus Dormagen versucht seit Jahrzehnten die Papierwirtschaft nachhaltiger zu machen. Jetzt scheint ihm der große Wurf geglückt zu sein.

"Als ich den Prototypen das erste Mal ausprobiert habe, hätte ich nicht damit gerechnet, dass er funktioniert – aber das Ergebnis war besser als gedacht - viel besser.“ Philipp Althöfer, Ingenieur

Der Prototyp aus Dormagen

Philipp Althöfer entwickelte eine Maschine auf Basis der Wirbelstromtechnik. Sie soll die Bestandteile eines Getränkekartons präzise voneinander trennen. Nach eigenen Angaben reduziert sich die Restmüllmenge im Vergleich zu herkömmlichen Methoden um bis zu 90 Prozent.

Die Rohstoffe sind begehrt und die Zellstoffasern sind besonders lang. Sie eignen sich hervorragend, um die Qualität von Recyclingpapier nachhaltig zu verbessern. Der Aluminiumanteil wird eingeschmolzen und aus dem Kunststoff wird ein neuer hergestellt.

Wissenschaftliche Begleitung

Mitarbeiterin mit einer Liste in der Hand

Rim Ejjouf, Bachelorstudentin

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Der Prototyp kann bis zu 180 Kilogramm Getränkekartons pro Stunde verarbeiten. Die Studentin Rim Ejjouf schreibt gerade ihre Bachelorarbeit über die Maschine: "In meiner Arbeit konnte ich nachweisen, dass eine Skalierung auf größere Maschinen möglich ist und wir mit dem Verfahren auch bei größeren Maschinen immer eine saubere Trennung der einzelnen Materialien bekommen.“

Derzeit verhandelt Althöfer mit mehreren Investoren, die sein Projekt deutschlandweit an unterschiedlichen Standorten einsetzen wollen.

Der Prototyp wird auch weiter genutzt, bereits im Frühjahr soll er die Getränkekartons aus ganz Dormagen recyceln.

Eine Recycling-Revolution aus Dormagen?

WDR Studios NRW 03.12.2025 48 Sek. Verfügbar bis 03.12.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Interview mit Philipp Althöfer
  • Interview mit Rim Ejjouf

Sendung: WDR.de, Eine Recycling-Revolution aus Dormagen?, 03.12.2025, 13.24 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 03.12.2025, 19:30 Uhr

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