Königsparade: Höhepunkt beim Neusser Schützenfest | WDR aktuell

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WDR 4 Min. 56 Sek. Verfügbar bis 30.08.2028

Neusser Schützenfest 2026 "Das Adrenalin trägt einen durch den Tag"

Stand:

Die Königsparade ist der Höhepunkt des Neusser Schützenfestes. Tausende waren mit dabei - aus unterschiedlichen Perspektiven.

Franz Josef Odendahl war die Anspannung beim Höhepunkt seiner Amtszeit anzumerken. Auf dem Rathausbalkon verdrückte der amtierende Schützenkönig beim Zuwinken in die begeisterte Zuschauermenge sogar sichtbar ein paar Tränen.

"Es ist Wahnsinn. Meine Familie sitzt auf der Tribüne. Ein tolles Bild, ich freu mich riesig. Da kommen schon die großen Emotionen", erzählte Odendahl, als er sich wieder gesammelt hatte. Der gelernte Gärtner ist Inhaber des Rosenhofs im Ortsteil Allerheiligen und ist deshalb für viele Neusser auch der "Rosenkönig". Umso passender, dass er sich für das Jahr der Landesgartenschau im Schießen um den Königstitel durchsetzen konnte.

Neusser Schützenfest: Fanfaren des Bläserkorps als Eröffnung

Männer in Uniform spielen Trompete.

Justin Gebl und seine Kollegen vom Regiments-Bläserkorps Reuschenberg eröffneten den Aufzug vom Rathausbalkon aus.

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Justin Gebl steht wenig später mit seinen Kameraden des Regiments-Bläserkorps Reuschenberg auf dem Rathausbalkon. Mit ihrem kurzen Fanfarenstück "Buglers Dream" des weltbekannten Filmkomponisten John Williams eröffneten sie den Aufmarsch der Schützen.

Als musikalischer Leiter hatte Gebl das Stück ausgesucht. "Wir haben wochenlang geprobt. Ist natürlich was Besonderes und auch eine Auszeichnung, dass wir hier das Ganze eröffnen dürfen. Es hat zum Glück alles sehr gut geklappt, war richtig schön."

"Es ist ein wahnsinnig tolles Bild, da kommen die großen Emotionen. Das Adrenalin trägt einen durch so einen Tag." Franz-Josef Odenthal, amtierender Neusser Schützenkönig

Neusser Schützenfest: Gute Sicht für Schützenfrauen

Vier Frauen stehen am Fenster und lachen in die Kamera.

Diese Damen hatten sich rechtzeitig einen Top-Zuschauerplatz gesichert, nämlich eines der Rathausfenster.

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Ein Stockwerk weiter oben hatte sich eine Gruppen Damen schon einen Top-Zuschauerplatz gesichert. Tina Waller, Miriam Degen und ihre Freundinnen konnten die Parade direkt vom Rathausfenster verfolgen. Ein bisschen drängeln um die Fensterplätze müsse man sich aber schon, lachen die vier Frauen.

"Wir wurden eingeladen, weil unsere Männer als Hauptmänner und Majore ihrer Korps heute Verantwortung tragen", erzählte Waller, "mein Mann ist zum ersten Mal als Hauptmann der Schützenlust dabei. Da ist man auch mit nervös, da haben wir uns auch lange vorbereitet und fiebert mit."

So erlebten die Neusser die Königsparade

Von Peter Hild

Mehr als 7600 Schützen zogen durch die Innenstadt - bejubelt von tausenden Zuschauern. Wir haben den Höhepunkt des Neusser Schützenfestes aus unterschiedlichen Perspektiven begleitet.

Männer in Uniform spielen Trompete.

Für die Eröffnung sorgten die Fanfaren des Regiments-Bläserkorps Reuschenberg. Der musikalische Leiter Justin Gebl hat ein kurzes Stück des weltbekannten Filmkomponisten John Williams ausgewählt.

Schützenkönig Franz Josef Odenthal schreitet die Schützenfront ab.

Vor der Parade schritt der amtierende Schützenkönig Franz Josef Odendahl die Schützenfront ab, verdrückte auf dem Rathausbalkon beim Anblick der Menge auch ein paar Tränen: "Ein wahnsinnig tolles Bild, ich freue mich riesig. Da kommen auch die großen Emotionen."

Zwei Frauen mit bunten Hüten lachen in die Kamera.

Auffällig bei vielen weiblichen Zuschauern - die bunten Hüte. Oft groß, oft extravagant, die Auswahl für manche gar nicht so einfach. "Pflicht ist es nicht, aber es gehört sich irgendwie zur Königsparade", meinte jedenfalls Sandra Maria Breuer (r.).

Schützen ziehen durch die Straßen von Neuss.

Das optische Highlight der Königsparade - der Aufmarsch der rund einhundert "Hönesse". So werden die Schützen genannt, die bis zu 20 Kilo schwere Blumenhörner auf der Schulter tragen. Eine beeindruckend bunte Mischung unterschiedlichster Blumengestecke.

Tausende Zuschauer jubeln den Schützen zu.

Gewohnt guter Stimmung waren die tausenden Zuschauer entlang der Strecke, unter anderem auf mehreren aufgestellten Tribünen. Hier stimmten sie in das Medley eines Chors der Neusser Grenadiere mit ein.

Zwei Frauen sitzen hinter einer Absperrung und schauen sich die marschierenden Schützen an.

Auch Menschen mit Einschränkungen konnten die Königsparade mit bester Aussicht verfolgt. Petra Rennefeld sitzt seit zehn Jahren im Rollstuhl und war schon seit 8 Uhr unterwegs für ihren Platz in der ersten Reihe. "Da muss man einfach dabei sein, das ist alles toll. Ich bin mit dem Schützenfest groß geworden, mein Mann ist auch seit 30 Jahren dabei."

Ein Mann in Unirform sitzt auf einem Pferd.

Oberst Bernd Herten koordinierte die mehr als 7600 mitmarschierenden Schützen. "Man hat immer wieder Lampenfieber, hofft, dass alles funktioniert."

Von oben sieht man viele Schützen marschieren.

Ein nicht enden wollender Zug aus Schützen, Musikkapellen und Fahnenschwenkern zog mehrere Stunden lang über den Neusser Markt.

Für die Eröffnung sorgten die Fanfaren des Regiments-Bläserkorps Reuschenberg. Der musikalische Leiter Justin Gebl hat ein kurzes Stück des weltbekannten Filmkomponisten John Williams ausgewählt.

Vor der Parade schritt der amtierende Schützenkönig Franz Josef Odendahl die Schützenfront ab, verdrückte auf dem Rathausbalkon beim Anblick der Menge auch ein paar Tränen: "Ein wahnsinnig tolles Bild, ich freue mich riesig. Da kommen auch die großen Emotionen."

Auffällig bei vielen weiblichen Zuschauern - die bunten Hüte. Oft groß, oft extravagant, die Auswahl für manche gar nicht so einfach. "Pflicht ist es nicht, aber es gehört sich irgendwie zur Königsparade", meinte jedenfalls Sandra Maria Breuer (r.).

Das optische Highlight der Königsparade - der Aufmarsch der rund einhundert "Hönesse". So werden die Schützen genannt, die bis zu 20 Kilo schwere Blumenhörner auf der Schulter tragen. Eine beeindruckend bunte Mischung unterschiedlichster Blumengestecke.

Gewohnt guter Stimmung waren die tausenden Zuschauer entlang der Strecke, unter anderem auf mehreren aufgestellten Tribünen. Hier stimmten sie in das Medley eines Chors der Neusser Grenadiere mit ein.

Auch Menschen mit Einschränkungen konnten die Königsparade mit bester Aussicht verfolgt. Petra Rennefeld sitzt seit zehn Jahren im Rollstuhl und war schon seit 8 Uhr unterwegs für ihren Platz in der ersten Reihe. "Da muss man einfach dabei sein, das ist alles toll. Ich bin mit dem Schützenfest groß geworden, mein Mann ist auch seit 30 Jahren dabei."

Oberst Bernd Herten koordinierte die mehr als 7600 mitmarschierenden Schützen. "Man hat immer wieder Lampenfieber, hofft, dass alles funktioniert."

Ein nicht enden wollender Zug aus Schützen, Musikkapellen und Fahnenschwenkern zog mehrere Stunden lang über den Neusser Markt.

Dresscode für Neusser Königsparade: Hut ist Pflicht

Zuschauerinnen lachen beim Neusser Bürgerschützenfest in die Kamera.

Farbenfroh und schick kleiden gehört für viele Frauen zum Schützenfest in Neuss dazu.

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Bei der Königsparade sind sie bei vielen weiblichen Zuschauern nicht zu übersehen: Große, bunte Hüte. Vor allem auf dem Rathausbalkon war die Hutdichte in diesem Jahr besonders groß. Die Auswahl scheint gar nicht so einfach. "Der Hut ist das Schwierigste: Der muss gefallen, muss passen und man muss sich wohlfühlen", erklärte eine Dame mit rundem, weißen Hut.

"Hut ist Pflicht, das gehört einfach dazu", sind sich alle einig. Mit knallrotem Hut ist auch die Neusser Kulturdezernentin Ursula Platen dabei: "Das ist ein Fest für alle Neusser." Auch für die Stadt gelte es viel vorzubereiten, die Sicherheitsmaßnahmen nähmen deutlich zu. "Wir müssen die Polizei mit Absperrungen unterstützen, auf der Kirmes als Event der Stadt ist dann unser Ordnungsamt unterwegs", erklärte Platen.

Oberst beim Neusser Schützenfest: Chef-Organisator auf dem Pferd

Unten auf dem Neusser Markt überwacht Oberst Bernd Herten auf seinem Pferd, dass beim Ablauf alles passt. Er organisiert die Königsparade federführend mit. Durch die Landesgartenschau mussten sich einige Züge in diesem Jahr anders aufstellen. "Man hat immer wieder Lampenfieber, hofft, dass alles funktioniert. Intensive Wochen und Monate an Vorbereitung liegen da schon hinter einem."

Das erwartet Besucher beim Neusser Schützenfest | WDR aktuell

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WDR 4 Min. 57 Sek. Verfügbar bis 11.03.2037

Ein Mann in Unirform sitzt auf einem Pferd.

Oberst Bernd Herten hat die Königsparade federführend mit organisiert.

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Der Marschplan der mehr als 7600 Schützen ist minutiös durchgeplant und choreografiert. "Die Gemeinschaft ist einfach einzigartig, gerade hier bei der Königsparade, man hilft sich gegenseitig, auch über Korpsgrenzen hinweg, das ist schon was Besonderes", sagte Herten.

Fast 50 Jahre als Marschierer dabei beim Neusser Schützenfest

Ein paar Meter weiter hatte Rolf Busch schon Aufstellung genommen. Der langjährige Chef der Neusser Sappeure marschiert schon fast ein halbes Jahrzehnt bei der Königsparade mit. "Es wird keine Minute langweilig", sagte er, als die weiteren Schützenzüge vorbeiziehen.

Die Neusser Sappeuren marschieren.

Rolf Busch marschiert seit fast 50 Jahren bei den Neusser Sappeuren vorne weg.

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"Es ist schon einmalig hier, im Gegenzug zu anderen Vereinen haben wir hier überhaupt keine Nachwuchsprobleme", so Busch. Die Sappeure präsentieren mit ihren Uniformen die historische Soldatenfigur des Sappeurs, der früher Lagergräben ausgehoben oder Hindernisse beseitigt hat.

Ein Schützenfest-Highlight in der Königsparade: Die "Hönesse"

Schwer zu tragen hatte am Sonntag unter anderem Andreas Fellen vom Jägerzug "Jägerliebe". Einer von rund hundert sogenannten Hönessen hatte er ein bis zu 20 Kilo schweres Blumenhorn auf der Schulter - für viele Zuschauer das optische Highlight der Königsparade.

Schützen mit Blumenhörnern auf den Schultern

Andreas Fellen (Mitte) vom Schützenzug Jägerliebe marschiert seit mehr als 30 Jahren als Höness mit, das Blumenhorn wiegt bis zu 20 kg.

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Trainiert hat Fellen dafür nicht, erzählte er vor dem Abmarsch. Den Job des Hönes - also des Blumenhornträgers - in seinem Zug macht er schon seit mehr als 30 Jahren, und das freiwillig. "Das Tragegerüst ist genau auf meine Schulter angepasst, da wackelt nichts. Und die Schulter ist immer noch ganz", schmunzelte er, bevor es losging auf die Paradestrecke.

Tausende Zuschauer feierten die Königsparade

Ein Mann und eine Fraub lachen beim Neusser Bürgerschützenfest in die Kamera.

Barbara und Siegmund Przybilla verfolgten die Parade aus der ersten Reihe auf der Tribüne, einer ihrer Söhne zog auch mit.

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Ohne die vielen Zuschauer würde der Königsparade etwas Essentielles fehlen. Auf meheren großen Tribünen können einige den Aufmarsch hautnah verfolgen. Barbara und Siegmund Przybilla saßen dieses Mal sogar in der ersten Reihe. "Es ist wirklich schön zu sehen, dass Traditionen gelebt werden wie in Neuss. Und zur Königsparade putzt sich Neuss heraus", erläuterte Barbara. Einer ihrer Söhne marschierte in diesem Jahr auch mit.

Highlights des Neusser Schützenfestes im WDR Fernsehen

Alle Highlights des Wochenendes beim Neusser Schützenfest zeigt das WDR Fernsehen am Sonntag, den 30.08., um 19.30 Uhr, in der Sendung "Lokalzeit live - Das Neusser Bürger-Schützenfest 2026".

Neusser Königsparade

WDR 30.08.2026 44 Sek. Verfügbar bis 29.08.2028

Unsere Quellen:

  • Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
  • Regiments-Bläserkorps Reuschenberg
  • Schützenoberst Bernd Herten
  • Schützenkönig franz-Josef Odenthal
  • Rolf Busch, Neusser Sappeure
  • Andreas Fellen, Jägerzug "Jägerliebe"
  • Zuschauerinnen und Zuschauer der Königsparade

Sendung: WDR2 Nachrichten, 30.08.2026, 16:00 Uhr

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