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Strukturwandel Grevenbroich erhält Zuschlag für Microsoft-Rechenzentrum

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Großer Schritt im Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier: Microsoft will ein Rechenzentrum in Grevenbroich bauen.

Gemunkelt wurde schon lange in Grevenbroich, doch nun ist es klar. Der US-Technologiekonzern Microsoft stockt seine milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren in NRW auf und plant eine vierte Anlage im Rheinischen Revier. Und zwar in Grevenbroich.

Man wolle einen zusätzlichen Standort in Grevenbroich bauen, teilte das Unternehmen mit. Hierfür habe man einen Kaufvertrag unterzeichnet. Was noch fehlt, ist allerdings die Baugenehmigung. Man darf aber davon ausgehen, dass die Stadt alles dafür tun wird, dass die schnell kommt. Schließlich hatte man sich in Grevenbroich sehr über den möglichen Zuschlag gefreut.

Microsoft investiert Milliarden in NRW

In Bedburg und Bergheim gibt es dagegen schon Baugenehmigungen, in Elsdorf ist sie noch in Arbeit. Wie viel Geld Microsoft in Grevenbroich investieren will, ist noch nicht bekannt.

Spatenstich für Microsoft Rechenzentrum mit Bagern

Spatenstich für Microsoft Rechenzentrum in Bergheim

Zur besseren Einschätzung: Für die drei anderen Standorte im Rheinischen Revier investiert das Unternehmen etwa 3,2 Milliarden Euro. Von diesem Betrag fließt noch Geld ab für eine Kapazitätserweiterung eines bereits bestehenden Frankfurter Microsoft-Standorts und für Schulungsprogramme.

Neuste Technik

Laut Microsoft sollen die vier Rechenzentren "nach neuestem Stand der Technik ausgerüstet sein und modernste Technologien bieten". Konkret soll unter anderem ein neues Kühlkonzept zum Einsatz kommen. Dadurch reduziere sich auch der Energie- und Wasserverbrauch, so das Unternehmen.

Grevenbroich hofft auf Jobs

Im Zeitalter von KI und anderen digitalen Anwendungen werden externe Server immer wichtiger, die Datenmengen steigen rapide. Als potenzielle Kunden hat Microsoft Industriekonzerne aus NRW im Blick.

Die Entscheidung für den vierten Standort begründet der US-Konzern mit einer hohen Nachfrage. "Nordrhein-Westfalen ist für Microsoft eine strategisch wichtige Cloud- und KI-Region", sagt Microsoft-Deutschlandchefin Agnes Heftberger.

"Diese Erweiterung bedeutet zusätzliche Investitionen in die lokale Infrastruktur und in die Menschen, die dort leben und arbeiten." Agnes Heftberger, Microsoft-Deutschlandchefin
Agnes Heftberger, CEO von Microsoft Deutschland & Österreich, beim Spatenstich der Baustelle des neuen Microsoft Data Center in Bergheim

Agnes Heftberger, CEO von Microsoft Deutschland & Österreich

Mit Blick auf Grevenbroich sagte sie: "Diese Erweiterung bedeutet zusätzliche Investitionen in die lokale Infrastruktur und in die Menschen, die dort leben und arbeiten." An zwei der drei bisher bekannten Standorte wird damit gerechnet, dass jeweils hunderte Arbeitsplätze für den Betrieb entstehen und jeweils circa 2.500 Jobs anderer Firmen, die sich rund um die Rechenzentren ansiedeln. Darauf hofft jetzt auch die 69.000-Einwohner-Stadt Grevenbroich.

Die Investition sende ein wichtiges Signal für das gesamte Rheinische Revier, sagte Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen (SPD). "Projekte wie dieses zeigen, dass hier neue digitale Infrastruktur, neue Chancen und neue Wertschöpfung entstehen können."

Politik sieht Entwicklungschancen für die Region

Es würden mehr Arbeitsplätze geschaffen, Gewerbesteuer-Einnahmen erzielt und Menschen in die Region geholt werden, so Klaus Krützen.

Gleichzeitig seien aber auch Fragen damit verbunden, die noch geklärt werden müssen - wie beispielsweise der Wasserverbrauch oder die Versiegelungen von Flächen.

"Wir sind eine Stadt im Strukturwandel und uns auf der Vergangenheit auszuruhen, das wird nichts bringen. In die Zukunft gerichtet heißt das, dass wir hier eine Technologie hinholen, die für die Region irgendwann prägend sein wird." Klaus Krützen, SPD

Grevenbroich kriegt Zuschlag für Microsoft-Rechenzentrum

WDR 00:39 Min. Verfügbar bis 01.07.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • dpa
  • afp
  • Stadt Grevenbroich

Sendung: WDR.de, Grevenbroich kriegt Zuschlag für Microsoft-Rechenzentrum, 01.07.2026, 12:05 Uhr

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