Im Rhein-Kreis Neuss hat das Veterinäramt in der vergangenen Woche 200 Tiere aus einem verwahrlosten Haus gerettet - darunter 132 Katzen, einen Hund, etwa 40 Wellen- und Nymphensittiche sowie Fische.
Das Gesundheitsamt des Kreises hatte einen Hinweis wegen massiver Geruchsbelästigung aus der Nachbarschaft des Hauses bekommen.
Tierhalter müssen Kosten tragen
Das Ehepaar, das die Tiere gehalten hat, muss jetzt die entstandenen Kosten tragen. Unter anderem für das Einfangen, Kastrieren und Kennzeichnen der Katzen. Laut Anwohnern ist das Haus aktuell versiegelt und muss desinfiziert werden.
Katzen im Dachstuhl - Feuerwehr musste ausrücken
Der zweitägige Einsatz musste von der Feuerwehr unterstützt werden, da sich einige Katzen in der Dachdämmung befanden. "Es kommt leider immer wieder vor, dass Tiere nicht artgerecht gehalten werden und zum Schutz des Tierwohls sichergestellt werden müssen", heißt es vom Kreis. Eine solche Vielzahl an Tieren sei dabei allerdings ungewöhnlich.
Tierheime bitten um Spenden
Das Tierheim Bettikum hatte zunächst fast die Hälfte der geretteten Tiere aufgenommen. Die rund 40 Vögel seien mittlerweile aber in einen Vogelpark umgezogen, erklärt der Tierheimleiter. Eigentlich sei auch der maximale Platz für Katzen erreicht. Das Ganze funktioniere aktuell nur, weil sich die Tiere untereinander kennen würden.
Mitarbeiter des Tierheims Oekoven in Rommerskirchen haben ebenfalls einige Tiere aufgenommen. Außerdem kontrollieren sie nach wie vor zwei mal täglich das betroffene Haus. Dafür haben sie haben unter anderem eine Wärmebildkamera eingesetzt, um sicher zu gehen, dass sich keine Katzen oder Vögel mehr verstecken.
Die Tierheime bitten wegen der plötzlichen Belastung vermehrt um Spenden.
Unsere Quellen:
- Rhein-Kreis Neuss
- Tierheim Bettikum Neuss
- Tierheim Oekoven Rommerskirchen