15 Jahre "Fruchtalarm": Ein Bielefelder Projekt für krebskranke Kinder
Bildquelle: Jan Ole NiermannLokalzeit OWL. 07.10.2025. 03:09 Min.. Verfügbar bis 07.10.2027. WDR. Von Jan-Ole Niermann.
Zum Jubiläum soll es nicht nur fruchtig schmecken, sondern auch bunt aussehen. Darum schmückt das Fruchtalarm-Team auch den Flur vor der Kinderkrebsstation im Klinikum Bethel mit Girlanden und Luftballons. Drei Maskottchen stapfen durch die Kinderklinik, ein Tiger, eine Banane, eine Ananas.
Ein Fruchtalarm-Stand im Kinderzentrum Bethel
Bildquelle: WDR/Jan-Ole Niermann„Wir machen den Fruchtalarm heute etwas anders und haben auch noch eine Party“, sagt Josi Kühn und stellt Flaschen auf die rollende Bar. „Ich möchte die Kinder aus dem immer gleichen Klinikalltag rausbringen und etwas Abwechslung geben.“ Die Studentin engagiert sich seit sieben Jahren für das Projekt "Fruchtalarm".
Mehr als 40 Standorte in ganz Deutschland
Eine Feier für 15 Jahre Fruchtalarm
Bildquelle: WDR/Jan-Ole NiermannDas Projekt ist 2010 in Bielefeld gestartet, inzwischen gibt es "Fruchtalarm" auf 43 Kinderkrebsstationen und Rehakliniken deutschlandweit. Marcel Lossie hat das Projekt initiiert, auch weil er damals mit seinem Sohn selbst viel Zeit in Kliniken verbracht hat: „Nach einiger Zeit wurde uns bewusst, dass etwas fehlt, dass man irgendwie Abwechslung und Freude in den tristen Klinikalltag bringen muss.“
Dass aus den Fruchtsaft-Cocktails für seinen Sohn "etwas so Großes anstehen würde, hätte ich nie für möglich gehalten“, sagt Lossie.
„Fruchtalarm“ finanziert sich durch Spenden. Laut der Organisation werden pro Jahr 2.000 Cocktailpartys gefeiert. Dafür kommen sogenannte "Fruchties" wie Josi Kühn auf die Station und mixen ehrenamtlich Fruchtsäfte für Kinder, die wegen ihrer Krebserkrankung lange im Krankenhaus liegen.
Unsere Quellen:
- Projekt "Fruchtalarm"
- WDR-Reporter vor Ort