Die Weser läuft trocken
Lokalzeit OWL. 05.08.2025. 02:22 Min.. Verfügbar bis 05.08.2027. WDR. Von Arndt Möller.
Die Edertalsperre trocknet aus: Pegel der Weser sinkt
Stand:
Auch wenn es zwischenzeitlich immer mal wieder regnet: 2025 ist ein zu trockenes Jahr. An der Edertalsperre in Nordhessen ist das gerade deutlich zu sehen. Sie ist nur noch zu 20 Prozent gefüllt. Die Weser verliert dadurch an Pegel, denn die Stauanlage speist den Fluss.
Die Edertalsperre ist in diesem Jahr nie richtig voll geworden, erklärt ein Experte vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Und jetzt leert sie sich, wie so häufig im Sommer, allerdings viel früher als in den vergangenen Jahren.
Weil sie aktuell nur noch zu rund 20 Prozent gefüllt ist, kann die Talsperre die Weser kaum noch speisen.
Auswirkungen auf Schiffsverkehr und Tourismus
Das Ausflugsschiff "Höxter" hat Dienstagmorgen mit dem letzten Wasser die gleichnamige Stadt verlassen und fährt nach Hameln. Dort ist die Weser aufgestaut und Fahrten sind weiterhin möglich. Aber zwischen Corvey und Beverungen fällt das Wasser nach und nach so stark, dass selbst kleinere Yachten vielleicht nicht mehr fahren können.
Zwar hat es in den letzten Tagen und Wochen immer mal wieder geregnet, aber nicht genug, erklärt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Sollte es trocken bleiben, könnte die Saison für viele Freizeit- und Berufskapitäne vorzeitig beendet sein.
Auswirkungen kommen schleichend
Wird die Zufuhr am Edersee gekappt, dann weiß das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ziemlich genau, wie lange es dauert, bis es an der Weser Niedrigwasser gibt. In Höxter sind es 30 Stunden, in Vlotho 65 Stunden, in Petershagen sind die Auswirkungen erst nach rund drei Tagen zu spüren sein.
Gegend ist vom Wesertourismus geprägt
Wenn es Niedrigwasser auf der Oberweser gibt, hat das Auswirkungen. Hier fahren zwar wenig Binnenschiffe, aber für Ausflugsdampfer ist die Saison damit vorzeitig beendet.
So sieht es aus, wenn Niedrigwasser in OWL ist.
Immer wieder ist das in den vergangenen zehn Jahren passiert. Es gab zu wenig Niederschlag und zu viel Trockenheit.
Unsere Quelle:
- Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser
- Reporter vor Ort