Vor dem Dülmener See sollen die falsche Polizisten zugeschlagen haben
Es sollte wie eine zivile Verkehrskontrolle der Polizei aussehen. Doch dem Angehaltenen wurde schnell klar, dass etwas nicht stimmt. Ein 24-Jähriger und 36-Jähriger müssen sich darum ab Montag vor dem Landgericht Essen wegen Amtsanmaßung und räuberischem Angriff verantworten.
Es ging um rund 25.000 Euro
Die beiden Gelsenkirchener sollen den Dülmener zunächst beobachtet haben, wie er in einem Spielcasino mehr als 25.000 Euro gewonnen hat. Sie sollen ihn dann über die Autobahn 43 verfolgt und vor dem Dülmener See per Blaulicht angehalten haben. Dort sei die Stimmung dann schnell umgeschlagen.
Der Prozess startet vor dem Landgericht Essen
Laut Anklage fanden die mutmaßlichen Angreifer das Geld im Auto und wollten es an sich reißen. Der Casino-Gewinner aus Dülmen habe sich aber vehement gewehrt - auch gegen Reizgas und Schläge. Die Angeklagten seien dann mit erbeutetem Autoschlüssel und dem Handy des Opfers geflohen.
Laut dem Landgericht Essen hat die Polizei die Angreifer anhand von Handy-Daten ermitteln können. Außerdem seien sie auf den Bildern von Überwachungskameras des Casinos zu sehen gewesen. Sie sitzen in Untersuchungshaft.
Das mutmaßliche Opfer aus Dülmen war bei dem Angriff am Kopf verletzt worden.
Unsere Quellen:
- Landgericht Essen
Sendung: WDR.de, Falsche Polizisten nach Angriff in Dülmen angeklagt, 09.02.2026, 11:25 Uhr