Etwa 200 Studierende und Lehrende mussten gegen 9 Uhr am Freitagmorgen das Gebäude an der Correnstraße verlassen – der Hochschultag hatte gerade erst begonnen. Für die Feuerwehr aber begann ein Großeinsatz.
Giftige Abwässer aus den Labors des Fachbereichs Ökotrophologie liefen ungereinigt in den Keller des Hochhauses in der Nähe des Rings. Grund dafür war laut Feuerwehr ein technischer Defekt.
Tobias Rotert von der Feuerwehr zu den konkreten Gefahren, die im Keller lauerten:
Tobias Rotert von der Feuerwehr Münster
Bildquelle: WDR / Ralf Czichowski"Wir haben explosive Gase und tatsächlich auch giftige Gase gemessen mit unseren Messgeräten. In den Laboren werden natürlich unterschiedliche Chemikalien eingesetzt, die alle im Keller gesammelt werden. Und da die Neutralisation nicht funktionierte, war das ein sehr aufwendiger Gefahrenstoffeinsatz."
Komplizierter Einsatz
Ein aufwendiger und anstrengender Einsatz für die Feuerwehrkräfte. In den Keller ging es nur in Ganzkörperschutzanzug, Atemmaske und Sauerstoffflasche. Auch die Zusatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr trugen Schutzanzüge und Gasmasken bei der Dekontamination der Kollegen, die aus dem Keller kamen.
Bis 14:30 Uhr ging in dem Hochhaus der FH Münster-Steinfurt nichts. Dutzende von Seminaren und Vorlesungen fielen aus – und das nicht nur in der Ökotrophologie.
Keine Verletzten
Menschen wurden nicht verletzt. Die Corrensstraße war in Richtung Innenstadt mehrere Stunden gesperrt.
Feuerwehr gibt Hochschul-Gebäude wieder frei
Gegen 15 Uhr hat die Feuerwehr das Gebäude wieder freigegeben. Ab Samstag geht an der Fachhochschule Münster der normale Betrieb weiter, so eine Pressesprecherin der FH Münster gegenüber dem WDR.
Unsere Quellen:
- Feuerwehr Münster
- Pressestelle FH Münster
- WDR-Reporter vor Ort