Der historische Grenzstein ist ein stattliches Denkmal. Früher markierte er die Grenze zwischen dem Fürstentum Lippe und Preußen. Vor neun Jahren wurde er versetzt, weil eine Straße gebaut wurde. Seitdem steht er recht verlassen hinter einer Lärmschutzwand im Bielefelder Ortsteil Ubbedissen.
Der Grenzstein hinter der Lärmschutzmauer
Dorthin, nach Ubbedissen, gehört er nicht, sagt eine Initiative aus Asemissen. Asemissen gehört zu Leopoldshöhe und damit zu Lippe. Das Dorf will den Stein zurück. Der WDR hatte darüber berichtet, dass sich eine Initiative dafür bereits seit Jahren kümmert.
Petitionsausschuss: Behörden sollen Umsetzung begleiten
Ihn zurückzuholen, wäre wohl in einer halben Stunde Arbeit erledigt, sagen die Lipper. Selbst die Bielefelder hätten keine Probleme damit, den Stein zurückzugeben.
Aber: bei Behörden fanden die Initiatioren wenig Gehör. Sie schalteten den Petitionsausschuss des Landtags ein. Der hörte sich die Sache an - und gab dann ein eindeutiges Votum: die Behörden sollten eine Umsetzung des Steins wohlwollend begleiten.
Eine Geschichte, die sich über Jahre zog
Spendenaktion für historischen Grenzstein zwischen Lippe und Preußen
WDR. 02:38 Min.. Verfügbar bis 23.04.2028.
Kosten liegen bei rund 10.000 Euro
Zuletzt ging es nur noch um die Kosten. Die dürften sich auf rund 10.000 Euro belaufen. Die Gemeinde Leopoldshöhe wollte das Geld nicht aus der Gemeindekasse zahlen. Deshalb springt jetzt die Bürgerstiftung ein. Sie hat entschieden: wir befürworten das Umsetzen des Steines und starten eine Spendenaktion. Bei der kann jeder mitmachen.
Unsere Quellen:
- Grenzstein-Initiative Leopoldshöhe
- Bürgerstiftung Leopoldshöhe
Sendung: WDR.de, Grenzstein zwischen Lippe und Bielefeld darf versetzt werden, 27.02.2026, 13.11 Uhr
Sendung: WDR2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 23.04.2026, 10:31 Uhr