Sie heißen "Dieseljungs", "Bauwagen" und "Gurkentruppe". Pastöre und Presbyter sind das "Bodenpersonal". Auch die Grünen, die Feuerwehr und der örtliche Gasthof sind dabei. 32 Mannschaften in acht Gruppen kämpfen im Kölkebeck um die Boule-Meisterschaft.
Drei Spieler pro Mannschaft, die Teams werden zugelost. Termine müssen sie selbst organisieren. Und immer geht es darum: die großen Boule-Kugeln so nah wie möglich an die kleine Zielkugel aus Holz, das "Schweinchen", zu werfen. Wer als Erstes 13 Punkte hat, ist Sieger.
Meisterschaft von April bis September
Vor Jahren bekam das kleine Dorf bei Halle eine Boulebahn, zwischen Sportplatz und Friedhof. Und weil die zunächst kaum angenommen wurde, hatte der Sportverein im Ort die Idee zur großen Meisterschaft. Seitdem wächst Jahr für Jahr das Teilnehmerfeld. Gespielt wird von April bis September. Dann ist das große Finale.
Und natürlich ist alles ein großer Spaß: Längst kommen nicht nur die Mannschaften zu den vereinbarten Terminen. Wer wann gegeneinander spielt, das spricht sich rum. Zuschauer sind immer da; Kaltgetränke auch. Manchmal wird auch gegrillt. Man trifft sich und lernt sich kennen: "Viele, die man sonst nur vom Grüßen auf der Straße kannte, machen mit", sagt Stefanie Ahland. Sie organisiert das Ganze.
Heimvorteil für die, die die Bahn kennen
Die verrückte Meisterschaft hat sich in den Nachbarorten rumgesprochen. Von dort melden sich inzwischen auch Mannschaften an. Trotz Nachteil: "Die Bahn hat leichtes Gefälle. Man muss nur wissen, wo", sagt Ahland.
Unsere Quelle:
- Beobachtungen und Gespräche des Reporters vor Ort
Sendung: WDR.de, Kölkebeck: ein Dorf im Boule-Fieber, 07.08.2026, 5:02 Uhr