Suche nach 77-Jähriger in Willebadessen
WDR. 01:45 Min.. Verfügbar bis 22.07.2028.
Ein neuer Hinweis macht der Familie Hoffnung. Nach einem Aufruf in den sozialen Medien meldete sich eine Frau über Facebook. Sie will Irmgard Amedick am Tag ihres Verschwindens gesehen und mit ihr gesprochen haben.
Demnach könnte die 77-Jährige einen anderen Weg genommen haben als bisher angenommen. Der Hinweis wird nun geprüft. Die Polizei hatte allerdings auch in diesem Bereich bereits gesucht.
Großes Suchgebiet im Eggegebirge
Hunderte Polizisten, Feuerwehrleute und freiwillige Helfer haben in den vergangenen Wochen nach der Vermissten gesucht. Mit Hubschraubern, Drohnen und Suchhunden durchkämmten sie Wald und Wiesen rund um Willebadessen. Ohne Erfolg. Weitere Suchaktionen seien ohne neue konkrete Hinweise nicht sinnvoll, sagt die Polizei Höxter.
Auch die Familie plant vorerst keine private Suchaktion mehr. Sie wissen nicht mehr, wo sie noch suchen sollen. Nun hoffen sie auf Wanderer und Spaziergänger im Eggegebirge. Die Suchplakate hängen noch immer an vielen Orten.
"Dass sie nicht gefunden wird, damit haben wir überhaupt nicht gerechnet." Daphne König, Tochter der Vermissten
Immer wieder gehen neue Hinweise ein. Manche Menschen glauben, die Vermisste gesehen zu haben. Bisher konnte kein Hinweis zum Erfolg beitragen, sagt die Polizei Höxter.
Schwere Bedingungen
Als Irmgard Amedick verschwand, herrschten Temperaturen von mehr als 30 Grad. Von ihrer Senioren-WG aus könnte sie bis zu einer Waldhütte gelaufen sein. Dort wurde drei Tage später ihre Tasche gefunden.
Der Weg ist fast vier Kilometer lang. Er führt durch den Wald und teilweise über steile und steinige Abschnitte. Ein Spürhund der Polizei konnte ihre Spur anschließend noch ein Stück weiter verfolgen. Kurz vor Hakenberg bei Lichtenau verlor sich die Fährte. Dann verliert sich die Spur.
Die Suche geht weiter
Daphne König steht in der Waldhütte, wo die Tasche ihrer Mutter gefunden wurde.
An der Waldhütte lag auch ein Strauß Wildblumen. Für ihre Tochter ist das ein klares Zeichen, dass ihre Mutter dort gewesen ist. "Beim Spazierengehen hat sie immer Wildblumen gesammelt", sagt Daphne König. Auch an der Hütte hängt inzwischen eine Vermisstenanzeige. Darunter steckt eine kleine Wildblume. "Die habe ich dahingelegt," so König. Aufgeben will sie nicht. Noch immer hofft sie auf den entscheidenden Hinweis.
Unsere Quellen:
- Polizei Höxter
- Familie König
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit OWL, 22.07.2026, 19:30 Uhr
Erstveröffentlichung des Artikels am 22.07.2026