Das Virus wurde in einem Rinderhaltungsbetrieb festgestellt, wie der Kreis Höxter mitteilt. Für Menschen ist das Virus ungefährlich, Kühe können aber Fieber und Durchfall bekommen und weniger fressen. Außerdem produzieren infizierte Kühe weniger Milch. Besonders gefährlich ist das Virus für schwangere Tiere. Ihre Kälber sind selten überlebensfähig.
Noch kein Impfstoff gegen Shamonda-Virus
Über weitere Ausbrüche des Shamonda-Virus in NRW ist noch nichts bekannt. Der Kreis Höxter geht jedoch von weiteren Fällen aus. Weil das Virus von Mücken übertragen wird, empfiehlt das Veterinäramt Insektenabwehrmittel, um Übertragungen zu verringern. Das ist besonders wichtig, weil es noch keinen Impfstoff gegen das Virus gibt.
Ursprung in Asien und Afrika
Das Shamonda-Virus ist damit neben der Blauzungenkrankheit eine weitere Bedrohung für Rinderhalter und ihre Tiere im Kreis Höxter. Bisher hat sich die Verbreitung des Shamonda-Virus auf Teile Afrikas und Asiens beschränkt. Seit dem Sommer breitet sich eine europäische Variante aus, die Anfang August erstmals in Baden-Württemberg und Bayern nachgewiesen wurde. Auch in Rheinland-Pfalz und Hessen gibt es bestätigte Fälle.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung Kreis Höxter
Sendung: WDR.de, Erster Fall von Shamonda-Virus in NRW, 24.08.2026, 20:15 Uhr