Listertalsperre

Angst vor Fischsterben: Listertalsperre wird belüftet

Stand:

Die Listertalsperre wird ab Donnerstag zum ersten Mal mit Sauerstoff belüftet. Damit will der Ruhrverband Fischsterben vorbeugen.

Von Isabell Zillmer

Der Ruhrverband startet ab Donnerstag eine Tiefenwasserbelüftung in der Listertalsperre. Sie liegt zwischen Attendorn, Drolshagen und Meinerzhagen. Die Sauerstoffkonzentration im Wasser ist aktuell zu gering.

Die Messwerte gingen in den kritischen Bereich, sagt die stellvertretende Leiterin des Talsperren Betriebs Süd, Linda Brüser. Bisher wurden noch keine toten Fische in der Talsperre festgestellt. Damit das auch künftig nicht passiert, handelt der Ruhrverband jetzt.

Sauerstoff in 30 Meter Tiefe pumpen

Listertalsperre

Das Wasser in der Listertalsperre hat zu wenig Sauerstoff

Bildquelle: Ruhrverband

Eine mobile Sauerstoffanreicherungsanlage wurde am Mittwoch auf dem Parkplatz der Listerstaumauer aufgestellt. Ab Donnerstag liefert ein Tankwagen flüssigen Sauerstoff an, der dann vor Ort in Dampf umgewandelt wird.

Über spezielle Schläuche im Wasser gelangt der Sauerstoff in rund 30 Meter Tiefe der Talsperre. Das ganze Verfahren kann ein paar Wochen dauern. Während dieses Prozesses gilt in dem betroffenen Bereich ein Angelverbot.

Ruhrverband belüftet Listertalsperre

WDR Studios NRW 01.10.2025 00:46 Min. Verfügbar bis 01.10.2027 WDR Online

Verfahren im Möhnesee erfolgreich

Durch gezielte Belüftung konnte so in den vergangenen Jahren Fischsterben erfolgreich vermieden werden, sagt der Ruhrverband. Auch am Möhnesee wurde dieses Verfahren im vergangenen Jahr erfolgreich durchgeführt.

Unsere Quellen:

  • Ruhrverband
  • Linda Brüser, Talsperren Betrieb Süd

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