Der Ruhrverband startet ab Donnerstag eine Tiefenwasserbelüftung in der Listertalsperre. Sie liegt zwischen Attendorn, Drolshagen und Meinerzhagen. Die Sauerstoffkonzentration im Wasser ist aktuell zu gering.
Die Messwerte gingen in den kritischen Bereich, sagt die stellvertretende Leiterin des Talsperren Betriebs Süd, Linda Brüser. Bisher wurden noch keine toten Fische in der Talsperre festgestellt. Damit das auch künftig nicht passiert, handelt der Ruhrverband jetzt.
Sauerstoff in 30 Meter Tiefe pumpen
Das Wasser in der Listertalsperre hat zu wenig Sauerstoff
Bildquelle: RuhrverbandEine mobile Sauerstoffanreicherungsanlage wurde am Mittwoch auf dem Parkplatz der Listerstaumauer aufgestellt. Ab Donnerstag liefert ein Tankwagen flüssigen Sauerstoff an, der dann vor Ort in Dampf umgewandelt wird.
Über spezielle Schläuche im Wasser gelangt der Sauerstoff in rund 30 Meter Tiefe der Talsperre. Das ganze Verfahren kann ein paar Wochen dauern. Während dieses Prozesses gilt in dem betroffenen Bereich ein Angelverbot.
Verfahren im Möhnesee erfolgreich
Durch gezielte Belüftung konnte so in den vergangenen Jahren Fischsterben erfolgreich vermieden werden, sagt der Ruhrverband. Auch am Möhnesee wurde dieses Verfahren im vergangenen Jahr erfolgreich durchgeführt.
Unsere Quellen:
- Ruhrverband
- Linda Brüser, Talsperren Betrieb Süd