Tierretter in Münster schlagen Alarm: Immer mehr Wildtiere in Not

05:14 Min. Verfügbar bis 19.11.2027

Tierretter in Münster schlagen Alarm: Immer mehr Wildtiere in Not

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Der Verein "Aktive Wildtierhilfe Münster" kümmert sich um hilfsbedürftige Kleintiere wie Igel, Vögel und Nager. Doch immer mehr Tiere sind in Not. Zu Viele. Jetzt fordern die ehrenamtlichen Pflegestellen Unterstützung vom Staat.

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Nicole Albers
und Nicole Albers

Anke Voß kümmert sich im Verein Aktive Wildtierhilfe Münster um hilfsbedürftige Kleintiere. In ihrem Haus in Münster-Kinderhaus hat sie einen Raum zur Pflegestelle umgerüstet. Zur Zeit betreut sie dort elf Igel.

Die Situation wird immer schlimmer. Wir bekommen täglich Anfragen von Leuten, die todkranke Tiere gefunden haben. Anke Voß, Aktive Wildtierhilfe Münster

Pflege allein in privater Hand

Täglich müssen die Boxen gesäubert, die Tiere teils von Hand gefüttert und auch medizinisch versorgt werden. Dazu kommen noch Besuche beim Tierarzt. Das alles kostet viel Geld und vor allem Zeit - Freizeit, denn die Versorgung von Wildtieren liegt landesweit fast ausnahmslos in der Hand von Privatleuten.

Ehrenamtliche Helfer am Limit

Thomas Voß AKtive Wildtierhilfe Münster

Thomas Voß wünscht sich staatliche Auffangstationen für Wildtiere

"Das kann so nicht weitergehen", meint auch Ankes Ehemann Thomas. Er unterstützt seine Frau, wo er kann, sieht aber auch, dass diese ehrenamtliche Arbeit seine Frau und die vielen anderen Pflegestellen an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Die Tierretter fordern eine klar geregelte finanzielle Unterstützung und dass der Staat Verantwortung übernimmt.

Wir wünschen uns kommunale Auffangstationen, die 24/7 von Fachpersonal geführt werden. Thomas Voß, Aktive Wildtierhilfe Münster

Fachtreffen in Münster

Aus diesem Grund treffen sie sich alle im Allwetterzoo Münster: Vertreter von Pflegestellen, aus der Politik, von Veterinärämtern und Zoos. Sie wollen gemeinsam darüber beraten, wie die Situation künftig besser geregelt werden kann.

Immer mehr Tiere brauchen Hilfe

Anke Voß Aktive Wildtierhilfe Münster

Viele Igel müssen von Hand gefüttert werden

Es muss dringend was passieren, meint Anke Voß, denn die Situation der Wildtiere sei mehr als besorgniserregend. Allein in diesem Jahr hat sich die Aktive Wildtierhilfe Münster bereits um mehr als 170 Tiere gekümmert, darunter Eichhörnchen, Vögel, sogar ein Storch und zur Zeit eben die vielen völlig schwachen und todkranken Igel.

Tiere entkräftet und oft todkrank

Und täglich melden sich weitere Leute, die ein hilfsbedürftiges Tier gefunden haben. Mittlerweile gibt es sogar eine Warteliste. Das liegt am Klimawandel und an Umweltverschmutzung, es gibt viel zu wenig Insekten, es ist viel zu warm, Winterschläfer kommen nicht zur Ruhe und viele sind deshalb völlig entkräftet und todkrank.

"Höchste Zeit, dass Land und Kommunen hier Verantwortung übernehmen," meint Thomas Voß. Doch ihm ist klar, mit einem einzigen Treffen ist es nicht getan, denn "das sind dicke Bretter, die wir bohren müssen."

Tierretter in Münster schlagen Alarm: Immer mehr Wildtiere in Not

WDR Studios NRW 19.11.2025 00:50 Min. Verfügbar bis 19.11.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Aktive Wildtierhilfe Münster
  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort

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