Hinter dem Bündnis stehen Gewerkschaften, Eltern- und Schülervertretungen und auch Einzelpersonen, die nicht im Bildungssektor arbeiten. Sie wollen ein Zeichen setzen und die Bedeutung von gerechter Kita und Schule für unsere Gesellschaft unterstreichen.
Demonstrieren wollen unter anderem Eltern mit ihren Kindern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende.
Demo in Köln: Bündnis ist nicht das erste Mal laut
2023 war das Bündnis bereits mit großen Demonstrationen auf der Straße. In diesem Jahr verweist es besonders auf das 25-jährige Bestehen der PISA-Studie. Die Organisatoren kritisieren, dass die Ergebnisse zwar seit Jahren auf Probleme hinweisen, daraus aber nicht ausreichend Konsequenzen gezogen würden.
Besonders wichtig ist dem Bündnis das Thema Bildungsgerechtigkeit. Organisatorin Sandra Noa betont, dass ihnen am wichtigsten ist, zu zeigen, wie groß die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland ist und “dass Menschen, die aus sozioökonomisch schlechter gestellten Umfeld kommen, es ganz schwer haben, über ihre Bildung aus ihrer sozioökonomischen Situation herauszukommen.”
Bündnis mit vier zentralen Forderungen
Das Bündnis fordert unter anderem, Kitas und Schulen inklusiv und zukunftsfähig zu machen. Außerdem fordert „Bildungswende JETZT!“ eine Ausbildungsoffensive für Lehrkräfte und pädagogisches Personal.
Zentrale Forderung ist zudem eine stärkere finanzielle Absicherung. Das Bündnis verlangt mindestens 100 Milliarden Euro aus einem Sondervermögen für Investitionen in Kitas und Schulen.
Alle sollen an einen Tisch kommen
Als vierte Forderung verlangt das Bündnis einen Bildungsgipfel. Bei diesem sollen alle Bildungsbeteiligten und Bund und Länder an einen Tisch kommen und die nächsten Schritte besprechen.
Lösung auch für andere Probleme
Das Bündnis erwartet von den Protesten vor allem mehr politischen Austausch und Aufmerksamkeit für das Thema Bildung. Bildung müsse stärker priorisiert werden, so die Organisatoren. Sie sehen Investitionen in Bildung auch als möglichen Hebel für weitere gesellschaftliche Probleme.
"Wir glauben daran, dass das ein Hebel für ganz viele gesellschaftliche Probleme sein kann, die dadurch gelöst werden können, wenn man eben Bildung priorisiert und nicht weiter spart.“ Sandra Noa, Organisatorin Bildungswende JETZT! NRW
Quellen:
- bildungswende-jetzt.de
- WDR im Gespräch mit Sandra Noa, Organisatorin Bildungswende JETZT! NRW
Sendung: WDR.de, Bundesweite Demonstrationen für Bildungswende,18.09.2026, 16:00 Uhr
