Baustellenchaos und Staus vor Landesgartenschau in Neuss
10.03.2026. 02:33 Min.. Verfügbar bis 10.03.2028.
Staus an Baustellen rund um das Gelände
Wieder mal ist die Walze unterwegs, Asphalt wird aufgetragen, hundert Meter weiter pinseln Arbeiter weiße Linien auf die Fahrbahn. Wohin man auch schaut: Baustellenschilder überall an der zentralen Kreuzung zwischen Markt und Hafenbecken, und vor den Ampeln lange Staus.
"Ich musste komplett hintenrum durch die ganze Stadt, weil alles wirklich zu gewesen ist", erzählt eine Autofahrerin von ihren Erfahrungen, "da muss man immer 20 Minuten früher losfahren, damit man pünktlich ankommt." Auch 30 Minuten und mehr sind keine Seltenheit, denn rund um das Gelände der Landesgartenschau bestimmen gerade Sperrungen, Umleitungen und Einbahnstraßen das Bild.
Viele Wege sollen zur Landesgartenschau führen
Die besondere Herausforderung: Die ehemalige Pferderennbahn liegt im Herzen der Stadt, nur wenige hundert Meter vom Rathaus entfernt. Das Gelände ist gleichzeitig aber an allen Seiten von Hauptverkehrsachsen umgeben. Zentral – und doch isoliert. "Es geht darum, es an fünf Stellen mit der Stadt zu verbinden, damit man zu Fuß und mit dem Rad gut zur Gartenschau und später zum Stadtpark kommt, und dafür sind diese Baumaßnahmen erforderlich", sagt Christoph Hölters, der Planungsdezernent der Stadt Neuss.
Das Mobilitätskonzept – die große Herausforderung
Die vielen Baustellen sind Teil des Mobilitätskonzeptes.
Wenn Mitte April die Landesgartenschau eröffnet wird, kommt es vor allem auf eines an: Dass alle Menschen gut, sicher und zügig aufs Gelände kommen können. Dafür werden jetzt die Voraussetzungen geschaffen mit neuen Abzweigen, barrierefreien Haltestellen und einem großen Parkplatz.
Ein besonderes Highlight gibt es für die Radfahrer: einen vier Meter breiten Radschnellweg, der den West- mit dem Osteingang verbindet. "Das ist natürlich eine gute Sache", sagt Heribert Adamsky vom ADFC, "aber die Anbindung des Radschnellwegs an das weitere Radnetz, da ist noch gar nicht viel zu sehen, und da muss noch viel geschehen."
Ein Ende in Sicht
Ende März sollen die Straßen-Bauarbeiten rund um das große Landesgartenschau-Gelände fertig sein, versichert der Planungsdezernent – und findet zumindest bei manchen Autofahrern Verständnis. Einer von ihnen steht gerade wieder mal in einer langen Schlange vor einer roten Ampel: "Es ist ja eine Verschönerung für die Stadt Neuss, und das sollte jeder gelassen nehmen."
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- WDR-Gespräch mit Christoph Hölters, Stadt Neuss
- WDR-Gespräch mit Heribert Adamsky vom ADFC
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Düsseldorf, 10.03.2026, 19:30 Uhr